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Kinofest Lünen

Lüdia für "Miles & War"

LÜNEN. Das Publikum hat entschieden und die Doku "Miles & War" zum Sieger des Lüdia-Wettbewerbs beim Lüner Kinofest gekürt. Das Preisgeld von 10 000 Euro geht an Anne Thoma, die Friedensvermittler der Vereinten Nationen bei ihrer Arbeit begleitet hat.

Lüdia für "Miles & War"

Die Mission der Friedensstifter im Lüdia-Gewinnerfilm »Miles and War« führt auch nach Libyen: Milizen feiern ihren Sieg über Gaddafi.

Sie porträtiert drei Männer, die ständig auf Achse sind. Sie pendeln zwischen Krisengebieten wie Libyen oder Darfur und ihrem Hauptquartier am Genfer See, wo Abkommen zwischen Kriegsparteien unterzeichnet werden. Leid und Tod sind ihr täglich Brot.Sie sitzen an einem Tisch mit Mördern, Warlords, Diktatoren und feilschen um kleine Schritte in Richtung Menschlichkeit. Anne Thoma nimmt uns mit auf diese Mission.

8000 Kinogänger tummelten sich beim Kinofest und stimmten für ihre Favoriten. Weitere Publikumspreise gingen an Sylvie Hohlbaums Kurzfilm "Beige" und Aleksandar Jovanovics mittellangen "Mit Du" (beide 1600 Euro). Zum besten Film für Kinder und Jugendliche (dotiert mit 3000 Euro) wurde Axel Ranischs "Reuber" gewählt.

Zahlreiche Jurys

Noch nachzutragen sind zwei Spielfilme aus dem Wettbewerb um die Lüdia:

"Die Frau hinter der Wand" von Grzegorz Muskala ist ein Thriller um einen Studenten und eine Femme fatale, die nebenan lebt. Wohnungs-Horror auf den Spuren von Polanskis "Der Mieter" und "Rosemaries Baby", besonders atmosphärisch von Reiz. Dazu leistet der Score von Conrad Oleak einen großen Beitrag und wurde beim Festival als beste Filmmusik prämiert (2500 Euro).Tom Lasses "Kaptn Oskar" misst ein Beziehungs-Dreieck aus. Zwei Frauen und ein Mann umkreisen einander. Verlangen und Eifersucht, Anziehung und Abstoßung in improvisierten Spielszenen. Kaum mehr als eine studentische Fingerübung, verliert und vertrödelt sich der Film im Episodischen, scheint vor allem in sich selbst verliebt. Der Schülerjury über 16 Jahren hat es gefallen, sie vergibt ihren Preis und 2500 Euro an "Kaptn Oskar".

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