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Musikfestival auf Schloss Cappenberg

„Magische Zeit in einer anderen Welt“

Cappenberg Nach zwei Jahren Pause erklingt wieder Kammermusik auf Schloss Cappenberg. Musiker und Publikum sind dem kleinen und feinen Musikfestival treu geblieben.

„Magische Zeit in einer anderen Welt“

Festivalgründerin und -leiterin Mirijam Contzen Foto: Molina

Die Kammermusik ist zurück auf Schloss Cappenberg. Ganze zwei Jahre Pause musste das kleine Musikfestival, das 2015 zum bislang letzten Mal stattgefunden hatte, einlegen, weil das Schloss umfangreich renoviert wird.

Doch weder die treuen Mitstreiter noch das Publikum sind Festivalgründerin und -leiterin Mirijam Contzen abhandengekommen, wie das ausverkaufte Eröffnungskonzert am Pfingstsonntag zeigte. Als „magische Zeit in einer anderen Welt“ beschreibt die Violinistin Contzen die Woche, in der sie ihre Musiker auf dem Schloss zu intensiven Proben und Aufführungen empfängt.

Mozarts „Jagdquartett“

Diese müssen es wohl ähnlich empfinden, so groß ist mittlerweile das Stammensemble geworden, das ihr seit Jahren die Treue hält. So etwa das Quartett zum Auftakt des Abends: Bratschist Ulrich Eichenauer und Cellist Konstantin Heidrich gehören zu den Musikern der ersten Stunde, Geiger Giovanni Guzzo stieß etwas später dazu, hält seitdem aber dem Festival die Treue.

Gemeinsam mit der Gastgeberin an der ersten Geige spielen sie Mozarts „Jagdquartett“, einem der Joseph Haydn gewidmeten Quartette, das seinen Namen durch seine fanfarenartige Eröffnung erhielt. Zwar entwickelt der Viersätzer im Ganzen einen eher sanften und lyrischen Charakter mit gesanglichen Verweisen an die italienische Oper, doch fügt sich das „Jagdquartett“ gut in das Motto des Abends „Hörnerschall und Nebelflor“, das vor allem auf das zentrale Werk zur Eröffnung, Mendelssohns Streichoktett, verweist.

Konzert in der Stiftskirche

Es gehört zu den beliebtesten Stücken beim Publikum, ebenso wie Vivaldis Jahreszeiten, die am Freitag bei einem Konzert in der benachbarten Stiftskirche ebenfalls nicht zum ersten Mal erklingen werden. Was wechselt, sind die Besetzungen.

Als Festival-Neulinge stellten sich die US-Amerikanerin Nora Chastain an der Violine und der junge deutsch-japanische Cellist Danjulo Ishizaka aus Bonn vor – und klingen, als hätten sie nie mit anderen Musikern gespielt.

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