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Buchkritik

Margit Kruse: „Opferstock“

Margit Kruse lässt ihren neuen Krimi „Opferstock“ in Gelsenkirchen spielen.

Margit Kruse: „Opferstock“

Wer hat bloß Pfarrer Josef ermordet? Der alte Mann liegt erschlagen in der Sakristei der St.-Michael-Kirche in Gelsenkirchen-Ückendorf. Und auch von diesem Fall kann Hobby-Detektivin Margareta Sommerfeld die Finger nicht lassen.

Missbrauch von Kindern

Mit „Opferstock“ schickt Autorin Margit Kruse ihre Schnüfflerin erneut ins Gefecht – und lässt kein gutes Haar an der Kirche. Nicht nur, dass es um Missbrauch von Kindern geht (das verrät schon der Prolog), die gebürtige Gelsenkirchenerin Kruse entfaltet geradezu unbarmherzig ein amüsantes Panoptikum bizarrer Gestalten und schräger Vögel rund um den Pfarrer.

So muss Margareta nach und nach entdecken, was für ein bigotter Typ ihr neuer Bekannter Jens eigentlich ist.

Perfekt den Tonfall des Ruhrgebietes getroffen

Die Stärke von Kruse ist nicht die Handlung, die zu oft zwischen zwei Orten ändert und straffer erzählt sein könnte, sondern der perfekt getroffene Tonfall des Ruhrgebietes und die waschechten Revier-Typen. Auch Margareta ist keine altjüngferliche Miss Marple, sondern eine selbstbewusste Frau mit Kodderschnauze, einer nervigen Mutter und einem Job, der sie schlichtweg unterfordert.

Margit Kruse: Opferstock, 310 S. , Gmeiner, 13 Euro, ISBN 978-3-8392-2136-5.

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