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Ruhrtriennale

Matthew Herberts "20 Pianos" widmet sich Klavier-Biografien

ESSEN Was Matthew Herbert erlebte, als er auf dem teuersten Klavier der Welt spielte, hatte er nicht erwartet. Nach vielen Jahren hinter Glas ließen sich dem Steinway, auf dem John Lennon 1971 den Hit "Imagine" komponiert hatte und das Popstar George Michael für die Rekordsumme von 1,67 Millionen Pfund erwarb, nur noch eine Handvoll Töne entlocken. Alle anderen Tasten waren schlichtweg eingerostet.

Matthew Herberts "20 Pianos" widmet sich Klavier-Biografien

Matthew Herbert

Lennons Klavier ist eines von "20 Pianos", die der englische Komponist Matthew Herbert in aller Welt besucht und in eine Multimedia-Sammlung aufgenommen hat. Matthew nahm die Klänge auf, fotografierte die Klaviere und führte Interviews, um die "Biografien" der Instrumente zu erzählen.Multimedia-Performance Daraus entstand eine Multimedia-Performance für zwei Pianisten, die die digitalisierten Klänge mittels elektronischer Pianos wieder lebendig werden lassen. Bei der Ruhrtriennale war "20 Pianos" nun als Deutschlandpremiere auf Pact Zollverein in Essen zu erleben mit der Konzert-Pianistin Sarah Nicolls und dem Popmusiker und Produzenten Sam Beste an den Keyboards.

Herbert hat verstimmte und qualitativ wenig berauschende Instrumente aufgenommen - Hauptsache die "Biografie" der Klaviere war interessant. So finden sich neben den Instrumenten großer Komponisten wie dem Bach-Sohn Johann Christian, Edward Elgar und Sergei Rachmaninow auch zahlreiche Kuriositäten wie ein Gefängnisklavier aus London.

 

Thürmers Flügel

Die meisten Klaviere hat er in seiner britischen Heimat gefunden, aber auch der Bochumer Klavierbauer Jan Thürmer kommt zu Wort, der die Geschichte eines 150 Jahre alten Flügel seines Urgroßvaters erzählt.

Die Musik zu der Diashow mit eingespielten Originaltönen der Interviewten besteht aus Kompositionen Matthews oder Improvisationen der beiden Pianisten. Es ist ein recht avantgardistischer Soundtrack.

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