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MiR-Intendant Schulz: "Wir sind das junge Opernhaus im Pott"

GELSENKIRCHEN Das satte Yves-Klein-Blau ist verschwunden. Am Musiktheater im Revier (MiR) wagt Intendant Michael Schulz als Nachfolger des Schweizers Peter Theiler einen radikalen Neubeginn mit jugendlichem Pep statt Belcanto.

MiR-Intendant Schulz: "Wir sind das junge Opernhaus im Pott"

Michael Schulz vor dem Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar. Von dort kam er nach Gelsenkirchen.

Und der manifestiert sich nicht nur im frischen, frechen neuen Kritzel-Design. "Wir sind das junge Opernhaus im Pott", lautet der Anspruch, mit dem sich der ehemalige Operndirektor des Nationaltheaters Weimar in Konkurrenz zum Aalto-Theater, der Dortmunder Oper und der Deutschen Oper am Rhein neu profilieren will.

Die erste Premiere Leonard Bernsteins "Candide", ein Zwitter aus Oper und Musical nach Voltaires gleichnamigem Roman, bringen Gil Mehmert, Musical-Professor an der Folkwang-Hochschule, und der erst 34 Jahre alte neue Musikdirektor Rasmus Baumann am 12. Oktober heraus. Am 17. Oktober geht es mit der Uraufführung des szenischen Chanson-Abends "Edith Piaf" und am 26. Oktober mit Verdis "Aida" in der Regie des Nachwuchsregisseurs Roland Schwab weiter.

"Wir haben uns immens viel vorgenommen", sagt der 42-jährige Hausherr. Mit 16 Premieren will er "dem Publikum alle dreieinhalb Wochen etwas Neues präsentieren". In der Eröffnungsgala am 30. August, in der auch der Gelsenkirchener Theaterpreis verliehen wird, werden sich elf neu engagierte Sänger präsentieren - auch die ersten beiden Mitglieder des gemeinsam mit der Folkwang-Hochschule ins Leben gerufenen neuen Opernstudios.

In seiner zweiten Saison will der Intendant die vom Bistum Essen ausgemusterte benachbarte Kirche St. Georg, das Renaissance-Schloss Horst und das 700 Jahre alte Herrenhaus Lüttinghof bespielen.

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