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Buchkritik

Michael Chabon: „Moonglow“

Michael Chabon schreibt in „Moonglow“ über seinen Großvater.

Michael Chabon: „Moonglow“

Der US-amerikanische Autor Michael Chabon machte bereits Ende der 80er-Jahre mit seinem sensationellen Romanerfolg „Die Geheimnisse von Pittsburgh“ von sich reden. Jetzt, mehr als 30 Jahre später, hat er rein gar nichts von seinem Können eingebüßt: „Moonglow“, die zumindest weitgehend fiktive Biografie seines Großvaters mütterlicherseits, ist großartig.

Jagd auf von Braun

Dieser Großvater hat so einiges erlebt. Er hat versucht, seinen Chef mit einem Telefonkabel zu erdrosseln und musste dafür in den Knast, hat im Krieg den Nazi Wernher von Braun gejagt und war mit einer Frau verheiratet, die sich immer mal wieder in psychiatrische Behandlung begeben musste. Über allem aber stand die Liebe dieses Mannes zu Raketen und zu dem Weltraumprogramm der Nasa.

Chabon schreibt all das mit großer Detailgenauigkeit, die auf eine hervorragende Recherche schließen lässt. Schon bald hat man als Leser jenen Opa und die anderen Menschen in seinem Leben ins Herz geschlossen und folgt ihnen beim Lesen atemlos durch die bewegten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.

Michael Chabon: Moonglow, 496 S., Kiepenheuer & Witsch, 24 Euro, ISBN 978-3-4620-5074-5.

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