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Buchtipp der Redaktion

Michael Schnitzler mag feinen schwarzen Humor

DORTMUND Passend zur Frankfurter Buchmesse - auf der auch in diesem Jahr wieder unzählige Lesebegeisterte erwartet werden - haben sich unsere Redakteure ihre Lieblingsbücher vorgenommen, um sie Ihnen vorzustellen. Redakteur Michael Schnitzler mag den Roman "Die Unperfekten".

Michael Schnitzler mag feinen schwarzen Humor

Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

Ihnen könnte der Roman „Die Unperfekten“ gefallen. Er porträtiert eine in den 50er-Jahren gegründete englischsprachige Tageszeitung in Rom, die goldene Jahrzehnte erlebt hat, aber nach einem halben Jahrhundert eingestellt werden soll. Jedes Kapitel seziert das Seelenleben eines anderen Mitarbeiters – sie alle sind mit mannigfaltigen Marotten gesegnet. Da ist der Chefkorrektor, der hämisch die übelsten Fehler der Redakteure in einer „Bibel“ sammelt; der 70-jährige Paris-Korrespondent, der kaum noch schreibt; und der Verleger, der am liebsten mit seinem Hund „Schopenhauer“ redet. 

Famos auch der Nachrufe-Autor Arthur Gopal, dessen Figur so eingeführt wird: „Arthur hat seit neun Tagen keinen Nachruf mehr schreiben müssen, er hofft, dass diese Glückssträhne anhält. Sein überragendes Arbeitsziel ist das Nichtstun – so selten wie möglich einen eigenen Text im Blatt haben und sich davonschleichen, wenn niemand guckt. Diese professionellen Ambitionen setzt er fabelhaft um.“

Auch die Publikums-Sicht wird beleuchtet: Die treue Leserin mit dem wunderbaren Namen Ornella de Monterecchi liest das Blatt seit 1976 – jede Ausgabe, Zeile für Zeile. Was dazu führt, dass sie sich in gehorteten Zeitungsstapeln noch durch das Jahr 1994 wühlt, während der Roman im Jahr 2007 spielt. Feiner Humor, so dunkel wie Druckerschwärze.

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