Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Design-Ausstellung in Essen

Mit über 60 immer noch schön

ESSEN Diese Ausstellung hat alle Tassen im Schrank - aber nur die allerschönsten. 60 Jahre Designgeschichte erzählt die Schau "Dauernde, nicht endgültige Form" auf Zeche Zollverein in Essen. Die meisten Besucher werden das formschöne Porzellan allerdings erst mal links liegen lassen. Schließlich parkt im hinteren Teil der Halle ein Mercedes-Benz 300 SL.

Mit über 60 immer noch schön

Der Mercedes-Benz 300 SL ist eine automobile Rarität und das Prunkstück der Essener Ausstellung.

Und der ist eine echte automobile Schönheit. Das Fahrzeug von 1952 trägt noch sein originales Kennzeichen. Der Rennsportwagen ist der älteste noch existierende seines Typs, denn der erste 300 SL war verschrottet worden.

Das Auto Nummer 2 lebt

Doch die Chassis-Nummer 2 lebt und war von Daimler 2012 aufwendig restauriert worden. Die Abkürzung SL steht für "Super-Leicht". Durch seine flache Bauweise mit Flügeltüren - eigentlich sind es eher Einstiegsluken - und eine Karosserie aus Aluminium erreichte der Wagen 230 Stundenkilometer.

"Den mussten wir einfach haben", sagte gestern Peter Zec, Leiter des Design Zentrums NRW auf Zollverein. Sein Red Dot Design Museum erzählt gemeinsam mit dem Ruhr Museum "60 Jahre Designgeschichte in Essen" - und zwar nicht in einem der beiden Museen, sondern in der Halle 5 auf dem Zechengelände.

Hatte das nicht die Oma?

Vor 60 Jahren - also im Jahr 1955 - hatte in der Essener Villa Hügel die "Ständige Ausstellung formschöner Industrie-Erzeugnisse" eröffnet. Der Mercedes 300 SL war damals nur als Foto dabei. Zec: Er passte nicht durch die Tür." Das ist in Halle 5 kein Problem. Und auch sonst erlebt die ursprüngliche Ausstellung dort eine sehr sehenswerte Neuauflage. Vier Kuratoren ist es in nur vier Monaten gelungen, 80 Prozent jener Exponate aufzutreiben, die damals zu sehen waren. Mit Rührung und Respekt steht der Besucher vor den Salz- und Pfefferstreuern "Max und Moritz" von Wilhelm Wagenfeld oder vor dem "Braun Multimix". "Hatte das nicht die Oma?", lautet hier die meistgestellte Frage.

Doch die Ausstellung will keine nostalgischen Bedürfnisse befriedigen, sondern Designgeschichte erzählen. "Um 1890 begann die Diskussion um die Gestaltung industrieller Produkte", erklärte Theo Grütter, Leiter des Ruhr Museums. Künstler und Architekten wie Peter Behrens entwarfen Produkte für den modernen Alltag, bis die Nazis diese Entwicklung unterbrachen. Nach dem Krieg unterstützte die Firma Krupp mit 100000 D-Mark - damals eine ungeheure Summe - den 1954 gegründeten Verein "Industrieform". "Krupp musste wieder gesellschaftsfähig werden", so Peter Zec. "Das war ein genialer Schachzug."

Begehrte Auszeichnung

1961 zog der Verein in die Alte Synagoge in Essen um, wanderte weiter ins Amerikahaus, in die ehemalige Stadtbibliothek und fand schließlich 1997 als Red Dot Design Museum eine prachtvolle Heimat im Kesselhaus der Zeche Zollverein. Heute gilt der rote Punkt - der Red Dot - als die begehrteste Design-Auszeichnung der Welt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Red Dot Award

Kreative Projekte aus NRW erhalten Auszeichnungen

Dortmund 749 Projekte aus 50 Nationen sind in diesem Jahr mit dem Red Dot Communication Award ausgezeichnet worden. Aus Nordrhein-Westfalen sind es zum Jubiläum des Preises, der seit 25 Jahren vergeben wird, allein 74. Darunter auch welche aus Dortmund.mehr...

Ausstellung in Herne

Emschertal-Museum steht zwischen allen Stühlen

HERNE Ob Thron oder Schemel, Freischwinger oder Ohrensessel - die Vielfalt an Sitzgelegenheiten erscheint grenzenlos. Das Emschertal-Museum in Herne zeigt in der Ausstellung "Zwischen allen Stühlen" einen Ausschnitt der Stuhlkultur. Und die reicht vom weltweiten Erfolgs-Gartenstuhl Monobloc bis zum lebensrettenden Schleudersitz.mehr...

Ausstellung in Essen

Technik trifft Zechencharme im Red Dot Design Museum

ESSEN Von Unterwasserdrohnen über Kellnerroboter bis hin zu biologisch abbaubaren Zahnbürsten: Über 2000 Exponate, die mit dem Red Dot Design Award prämiert wurden, sind im gleichnamigen Museum auf Zeche Zollverein in der Ausstellung "Design on Stage" zu bestaunen.mehr...

Red Dot Museum Essen

In "Plexiglas" wird zeitloses Material zu zeitlosem Design

ESSEN Plexiglas ist Menschen auf der ganzen Welt ein Begriff. Die Marke ist so bekannt, dass viele - ähnlich wie Foen oder Tempo - gar nicht wissen, dass es ein Markenname ist. Das Red Dot Design Museum auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen hat dem Acrylglas eine Sonderausstellung gewidmet und zeigt historische und aktuelle Produkte.mehr...

1000 Produkte ausgezeichnet

Ducati trifft auf Kinderwagen im Red Dot Design Museum

ESSEN. Eine vielseitige Sammlung internationalen Produktdesigns bietet derzeit das Red Dot Design Museum auf der Zeche Zollverein. Mehr als 1000 Exponate sind bei der Siegerausstellung "Design on Stage" zu sehen. Die Bandbreite reicht von Haushaltsgeräten und Möbeln bis hin zu modernster Filmtechnik.mehr...

Design-Szene

Red Dot Museum zeigt clevere Kommunikation

ESSEN Kommunikationsdesign aus Nordrhein-Westfalen und der ganzen Welt präsentiert das Essener Red Dot Museum ab dem 18. März. Zu sehen gibt es dann die aktuellen Bestleistungen der internationalen Kommunikationsdesign-Szene in der Sonderausstellung "World’s Best Communication Design and Highlights from NRW".mehr...