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Opernball in Dortmund

Musikalische und kulinarische Reise nach Italien

DORTMUND Ein Stück Italien haben die Theater- und Konzertfreunde mit dem 13. Opernball am Samstag ins Dortmunder Opernhaus gezaubert. Und wer über die roten Teppiche, vorbei an Fackeln, mitten hinein ins "Dolce vita" spaziert war, dem wurde bei Tanz, Musik, gutem Essen bis früh in die Morgenstunden heiß wie in Italien.

Musikalische und kulinarische Reise nach Italien

Hannes Brock machte sich in Italien auf die Suche nach der geraubten Handtasche.

Prächtige Ballkleider sah man im gut gelaunten Publikum. Der Opernball ist und bleibt das größte gesellschaftliche Ereignis in der Stadt. Debütant war der Dortmunder "Tatort"-Kommissar Jörg Hartmann. Zum Rollenstudium gehörte der Ballbesuch für den Schauspieler nicht. "Aber ich schaue mit immer genau alle Menschen an. Ich war einfach neugierig auf diesen Ball", erzählte der Schauspieler.  Auch Kammersänger Günter Wewel kannte an diesem Abend als prominenter Ehrengast kein schöner Land als Italien im Opernhaus, und Zoochef Dr. Frank Brandstätter feierte nach einer kurzen Nacht und einem Ausflug zu den Bad Hersfelder Festspielen fröhlich seinen ersten Ball.

An 115, mit weißen Gladiolen geschmückten Tischen auf zwei Foyer-Ebenen verspeisten 800 Ballgäste das italienische Souper mit sautinierten Garnelen in Kräutermariande und Oliven-Orangensauce, Medaillon "Rossini" mit Cipollini-Trüffelkruste und Spargelgemüse an Rotweinschalottenjus und Erdbeer-Tiramisu in weißer Schokolade. Weitere 100 Flanier-Gäste ohne Tisch genossen die lange Ballnacht.  Eine Reise ins Opernland Italien haben Opernintendant Jens-Daniel Herzog und Hausregisseurin Katharina Thoma im Bühnenprogramm inszeniert und dabei Stargast Anja Harteros wunderbar in Szene gesetzt. Eine andere, modernere Handschrift als bei vorherigen Bällen hatte dieser humorvolle Urlaub eines Stadtverwaltungs-Beamten mit vielen Spitzen in Richtung Lokalpolitik. Dazu gab's Musik von Rossini, Verdi, Donizetti, Strauß und Strawinsky.

Hannes Brock war der launige Italien-Tourist und Reiseleiter, der in der kleinen Italiengeschichte unter Pinien als Schattentheater Strawinskys "Pulcinella"-Geschichte träumt. Immer auf der Suche nach der gestohlenen Handtasche von Anja Harteros.  Und es durfte getanzt werden: Nach dem Souper lockten 54 Debütanten auf das Parkett und in einer Mitternachtsshow zeigte das Ballett die Bigonzetti-Choreografie "Cantata".

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