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Mystery-Thriller der überflüssigen Sorte

Neu im Kino

Als das "Blair Witch Project" 1999 in die Kinos kam, waren die körnigen Wackelbilder und die Behauptung von Realität so bahnbrechend, dass der Film zur Mutter aller Pseudo-Dokus avancierte, die wie "Cloverfield" und "Super 8" das Grauen aus der Sicht ihrer Figuren einfingen.

DORTMUND

, 09.10.2016
Mystery-Thriller der überflüssigen Sorte

Angst im Wald

17 Jahre später legt nun Adam Wingards "Blair Witch" das Horrormärchen neu auf. Innovativ ist nichts daran, mal abgesehen von der Technik, mit der junge Leute in den Wald ziehen, um einer Hexe auf die Spur zu kommen. Sie haben diverse Kameras, GPS, eine Drohne, was aber nicht hilft, als der Spuk beginnt.

Wald und Finsternis

Die Schauspieler kennt man nicht, die wahren Hauptdarsteller heißen Wald und Finsternis. Im fahlen Licht oder zum Schein der Taschenlampe irrlichtert die Kamera durchs Unterholz.

Zu sehen ist fast nichts, doch die Tonspur legt sich ins Zeug, schürt Angst und Panik. Es knackt, heult, scharrt in der Botanik, Kreuze wie Totempfähle stehen um das Zelt, sechs kleine Negerlein bekommen Fracksausen.

Keine gute Ideen

Alleine nach Feuerholz zu suchen, war immer schon eine schlechte Idee. Ein Haus zu betreten, das im "Blair Witch Project" auftauchte, ist auch nicht klug.

Überflüssig

Gemunkel vom Fluch einer Hexe, Gerüchte über Tote und Vermisste bereiten ein Finale vor, das dann doch Beklemmung und ein, zwei Schauer abwirft. Ja, die alte Geisterbahn funktioniert noch, ihre Mechanik ist die von 1999.

Wer eine Eintrittskarte löst, den erwartet genau dasselbe wie damals. Ein Mystery-Thriller der überflüssigen Sorte.