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Im Kino

Neuer Emoji-Film ärgert mit dreister Schleichwerbung

DORTMUND US-Animationen haben vom geheimen Leben der Spielzeuge („Toy Story“) und der Haustiere („Pets“) erzählt, „Emoji – der Film“ (Regie: Tony Leondis) berichtet vom Treiben der Apps. Smiley, Kackhaufen, Herzchen und Co. tummeln sich in einem digitalen Paralleluniversum. Ein Film, der frühkindliche Gehirnwäsche betreibt.

Neuer Emoji-Film ärgert mit dreister Schleichwerbung

Eine Szene des Films: Die Emojis Jailbreak, Gene und Hi-5 (gesprochen von Christoph Maria Herbst).

Gene ist ein „Mäh“, einer dieser in Japan erfundenen Buttons, die als Emojis eine Gefühlslage symbolisieren und in Rechner oder Smartphone als wortloser Kommentar verschickt werden. Er tummelt sich in Alex‘ Handy, wird angeklickt und hat seinen Auftritt.

Jetzt muss er einen gelangweilt-genervten Ausdruck präsentieren, doch Gene vergeigt es und zeigt ein seltsames Gesichtsflimmern. Ein Abweichler von der Norm? Das geht gar nicht in der Welt der Apps. Gene soll ausgemerzt und gelöscht werden.

Geschasster Emoji landet in "Loser Lounge"

Killer-Bots hetzen ihn durch „Textopolis“, die Stadt der Zeichen und Diagramme. Gene landet in der „Loser Lounge“ für ausrangierte Apps und auf der Müllhalde des Papierkorbs. Er trifft Trolle, Viren, Trojaner, muss die Firewall knacken, und was den Machern noch an Stichworten einfiel, die sie den Kindern als Geschichte verkaufen.

Die entlarvt sich als bemühter Eiertanz um die sogenannten Attraktionen aus dem Netz, inklusive Schleichwerbung für Streaming-Dienste und Tanz-Apps.  

Die „Handlung“ ist nicht aufregend, nicht lustig, dafür dreist in ihrem unverhohlenen Marketing für Produkte rund ums Handy. Kleinen Kindern (keine Altersbeschränkung) wird vorgegaukelt, das Smartphone habe eine Seele. Es stecke voller Heinzelmännchen, die sich um das Wohl des Besitzers sorgen.

Plastikfilm betreibt frühkindliche Gehirnwäsche

Algorithmen, die uns ausspähen, werden zu drolligen Helferleins verniedlicht. Das Universum lässt an eine Kindervariante von „Tron“ denken, wo Programme Gesichter tragen, Platinen und Schnittstellen zum Abenteuerspielplatz werden. 

Um es klar zu sagen: Dieser Plastikfilm betreibt frühkindliche Gehirnwäsche an den Handy-Zombies von morgen. 

 

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