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Nicholas Milton verführte Publikum mit "Don Juan"

DORTMUND Ein schönes Programm, ein temperamentvoller, emotionaler Dirigent, ein fabelhafter Solist und ein Orchester, das Spitzenqualität abliefert: Das 3. Philharmonische Konzert ließ am Montag im Konzerthaus keine Wünsche offen.

Nicholas Milton verführte Publikum mit "Don Juan"

Nicholas Milton.

Am Pult der Dortmunder Philharmoniker stand der Australier Nicholas Milton, GMD in Jena und ein Energiebündel, das gerne im üppigen Klangrausch schwelgt, aber die Musik auch sehr fein auffächern kann. Schon in Richard Strauss sinfonischer Dichtung "Don Juan" war der 40-Jährige ein Verführer mit dem Taktstock, der grandios mit Klangfarben jonglierte und das Orchester mit seiner großen Ausstrahlung so mitriss wie das Publikum. Alle 80 Musiker der riesigen Besetzung schien Milton gleichzeitig anzuschauen und mit Blicken zu hypnotisieren und anzustacheln - da konnte das Publikum nur noch atemlos gespannt zuhören.

Wie eine sinfonische Dichtung

Volker Banfield, souveräner Solist in Liszts 1. Klavierkonzert, teilte die Vorlieben des Australiers für rauschende Klänge, die er zu Beginn in viel rechtes Pedal kleidete. Aber auch wunderbare Nocturne-Stimmungen breitete er aus, schuf organische Übergänge zwischen den Abschnitten des Konzerts, das auch den Charakter einer sinfonischen Dichtung hat. Milton ist Kammermusiker, war Geiger in einem Orchester und einem Trio. Das merkte man an der Art, wie er Solopart und Orchestersatz verschränkte und perfekt ineinander greifen ließ.

Wagnersche Dimensionen

In Schumanns "Rheinischer Sinfonie", der heimlichen NRW-Hymne, schüttet Milton wieder ein Füllhorn an rauschenden Klängen aus. Alles war Klang, wogte und floss in dem großen Raum, und Schumanns Impression vom Kölner Dom im 4. Satz hatte den Charakter einer großen Trutzburg wagnerscher Dimension. Die Dortmunder Philharmoniker haben mit diesem Konzert wieder nahtlos an ihre großartige Leistung der Saisoneröffnung mit Jac van Steen angeknüpft.

 

Heute um 20 Uhr im Konzerthaus noch einmal. Karten: Tel. (0231) 50-27222.

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