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Nicolas Robin „Der Pudel, der mich liebte“

Buchkritik

Nicolas Robin schreibt in seinem Roman „Der Pudel, der mich liebte“ über Einsamkeit und unerwartetes Glück.

14.06.2018
Nicolas Robin „Der Pudel, der mich liebte“

Roland ist tot, und der Leser von „Der Pudel, der mich liebte“ wird am Anfang eines jeden Kapitels in dick gedruckten Lettern an diesen Zustand erinnert.

Nicolas Robin, geboren 1976 im Südwesten Frankreichs, erzählt die Geschichte eines recht einfach gestrickten Mannes, der von seinem Nachbarn nicht nur einen Hund, sondern auch eine Urne vererbt bekommt. Zwei völlig unerwartete Erbschaften, die er tunlichst wieder loswerden möchte.

Einsamer Nachbar

Immer mehr wird dem Mann – dessen Namen der Leser nicht erfährt  – bewusst, wie einsam sein Nachbar war. Und wie einsam er im Grunde selbst ist. Doch dann ist da plötzlich die Koreanerin Chantal, der Roland seine Plattensammlung vermacht hat – und alles wird anders.

Nicolas Robins Geschichte ist keine schwere Lektüre, auch wenn es um den Tod geht. Sie ist locker-leicht erzählt, hätte an der einen oder anderen Stelle allerdings ein bisschen mehr Tiefe vertragen können. Der Pudel, der manchmal ganz schön unbarmherzig sein kann und einst von Roland Mireille getauft wurde, aus Liebe zur französischen Sängerin Mireille Mathieu, macht den Charme des Buches aus.

Nicolas Robin Der Pudel, der mich liebte, 208 S., Blanvalet, 13 Euro, ISBN 978-3-7645-0616-2.
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