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Osthaus-Museum Hagen

Peter Schmersal malt Zitate aus der Kunstgeschichte.

Hagen Ein Künstler muss nicht unbedingt selbstverliebt sein, wenn er sich oft selbst malt. Das haben auch Rembrandt und van Gogh getan. Und an diesen Vorbildern aus der Kunstgeschichte orientiert sich der Wuppertaler Künstler Peter Schmersal. 85 Öl-Gemälde zeigt er jetzt in der zweiten Etage des Osthaus-Museums in Hagen

Peter Schmersal malt Zitate aus der Kunstgeschichte.

Das Selbstbildnis „Amor, der Honigdieb und ich“ von Peter Schmersal gab der Ausstellung den Titel. Foto: Museum

Überwiegend Porträts, dazu Stillleben und Landschaften, gehören zu der Ausstellung.. Bis 25. Februar ist im Osthaus-Museum auch noch die große Ausstellung mit Malerei, Skulpturen und Fotografie aus Russland zu sehen.

Auch Rembrandt und Valezquez haben Peter Schmersal inspiriert

Bilder aus 26 Jahren, in vielen unterschiedlichen Formaten, sind in dem größten der vier Räume versammelt. Und es stellt sich sofort ein Gefühl von Vertrautheit ein. Denn einige dieser Menschen kennt man, oder es tauchen auf den Bildern immer wieder dieselben Modelle auf, mit denen der 65-jährige Künstler zusammenarbeitet.

Rembrandts Mann mit der Mütze, ein Porträt von Frans Hals oder eine Skizze von Velazquez haben Schmersal zu neuen, etwas verfremdeten Porträts inspiriert. „Zitate aus der Kunstgeschichte“, nennt der Wuppertaler das. Und im Laufe der vergangenen 26 Jahre sind die Porträts ein bisschen abstrakter geworden. Und reduzierter.

Die 100 Bienenstiche von Amor



Das gilt auch für die Stillleben. Zauberhafte, reduzierte, fein lasiert gemalte Ölbilder von Blumen und Kleidung sind das. Und die Zitattechnik findet man auch in den vier Landschaftsbildern. So hat Schmersal den US-Maler Brice Marden im Bild „Cold montain“ mit einem Himmel voller verschlungener Pinselstriche zitiert.

Peter Schmersal malt Porträts nur nach Modellen oder Vorlagen der alten Meister. Weil er mehr experimentieren kann, wenn er sich selbst als Modell im Spiegel nimmt, sind so viele Selbstporträts entstanden. – Auch das ein mal zwei Meter große Bild, das der Ausstellung den Titel gegeben hat: „Amor, der Honigdieb und ich“. Es geht um die Geschichte zwischen dem Liebesgott und der römischen Göttin der Liebe, in der Venus zu Amor sagt „Ein Pfeil von Dir schmerzt mehr als hundert Bienenstiche“. Venus ist auf dem Bild Peter Schmerling, der Amor an seiner Seite wird von Bienen umschwärmt.

Osthaus-Museum Hagen: „Amor, der Honigdieb und ich“ von Peter Schmersal, bis 8.4., Museumsplatz 1, Di-So 11-18 Uhr.

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