Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Buchkritik

Petra Hartlieb:„Wenn es Frühling wird in Wien“

Wien ist eines der beliebtesten Ziele für Städtetrips. Und meist begeben sich die Touristen dort auf Zeitreise, fühlen sich in Schönbrunn wie Sisi oder folgen den Spuren eines großen Dichters oder Musikers in der Donaumetropole. Eine wunderbare Einstimmung für eine solche Reise ist Petra Hartlieb mit ihrem Buch „Wenn es Frühling wird in Wien“ gelungen.

Petra Hartlieb:„Wenn es Frühling wird in Wien“

Die Autorin führt den Leser ins Haus von Arthur Schnitzler. Man lernt dessen Frau und die zwei Kinder kennen, vor allem aber das Kindermädchen Marie und ihre – erst heimliche – Liebe, den jungen jüdischen Buchhändler Oskar.

Wir schreiben das Jahr 1912, der Erste Weltkrieg ist vielleicht nur ein grauer Schatten am Horizont, die K.u.K.-Monarchie erstrahlt in trügerischem Glanz. Marie lebt auf, seit sie Oskar kennt, der das junge Mädchen, das von einem Bauernhof auf dem Lande geflohen ist, in die Welt der Literatur und des Theaters entführt.

Wiener Schicksale

Marie ist fasziniert – von Oskar und von der Kunst, von der sie natürlich im Haushalt des großen Dichters Schnitzler auch einiges mitbekommt. Es ist April in Wien, in England läuft die „Titanic“ aus in Richtung Neue Welt.

An Bord die Tochter eines erfolgreichen Wiener Buchhändlers. Gerne würden es ihre Eltern sehen, wenn ihre Fanny den elternlosen Oskar heiratet und sie gemeinsam ihr Lebenswerk übernehmen. Doch das Schicksal hat andere Pläne – mit Fanny, Marie und Oskar.

Liebeserklärung

Petra Hartliebs Roman ist auch eine Liebeserklärung an Bücher und Buchhandlungen, an engagierte Buchhändler, die nicht einfach nur Ware verkaufen, sondern ihre Arbeit mit viel Herzblut tun. So wie Oskar und sein Chef und späterer Teilhaber.

Die Autorin ist selbst Buchhändlerin und weiß um den besonderen Zauber, den Buchhandlungen ausüben. Durchaus noch im 21. Jahrhundert, in Zeiten von Internet und E-Books.

Übrigens – auch wenn man das erste Buch der Reihe von ihr nicht kennt – den zweiten Teil versteht man mühelos.

Petra Hartlieb: Wenn es Frühling wird in Wien, 176 S., Dumont, 18 Euro, ISBN 978-3-8321-9848-0.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Haus Opherdicke

Otmar Alt fasziniert mit fabelhaften Zauberwelten

Holzwickede Das Haus Opherdicke zeigt ab dem 22. April eine große Retrospektive mit mehr als 100 Werken von Otmar Alt. Schon wenn man den Hof vor dem Wasserschloss Opherdicke in Holzwickede betritt, muss man schmunzeln.mehr...

Klavier-Festival Ruhr

Pierre-Laurent Aimard spielte Debussy mit Clownsnase

Duisburg Das 30. Klavier-Festival Ruhr startete in Duisburg mit einem ungewöhnlichen Abend. Umringt von so vielen Kindern hat Pierre-Laurent Aimard noch nicht Klavier gespielt.mehr...

Philharmonie Essen

Esa-Pekka Salonen beeindruckte als Maestro der leisen Töne

Essen Das Publikum in der Philharmonie Essen erlebte am Donnerstag einen imposanten Abend mit dem finnischen Star-Dirigenten und seinem Philharmonia Orchestra aus London.mehr...

LVR-Industriemuseum Oberhausen

„Kunst und Technik“ zeigt Ursprung des Designs

Oberhausen Die optische Gestaltung von Produkten hat inzwischen einen hohen Stellenwert – Pionier war Peter Behrens. Das Werk des Architekten ist in der Dauerausstellung „Kunst und Technik“ zu sehen und auch politisch interessant.mehr...

Aalto-Theater Essen

Essener Oper zeigt sechs Premieren, das Ballett einen Knaller

Esse Sechs Premieren bietet die Aalto-Oper Essen in der Saison 2018/19, der sechsten Spielzeit von Intendant Hein Mulders und Generalmusikdirektor Tomás Netopil. Ballettchef Ben van Cauwenbergh präsentiert in der nächsten Saison zwei neue Stücke, darunter den Klassiker eines Großmeisters.mehr...