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Schubert-Wettbewerb

Pianisten aus Südkorea, Türkei und Ukraine im Finale

DORTMUND Ein Südkorea- und Kim-Festival war die dritte Runde des 13. Internationalen Schubert-Klavier-Wettbewerbs. Die ersten Preisträger stehen fest: Im Finale stehen drei Männer aus Südkorea, der Türkei und der Ukraine. Und auch die Plätze vier und fünf sowie der Sonderpreis für den jüngsten Teilnehmer der dritten Runde sind vergeben.

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Honggi Kim bekommt den Sonderpreis (1500 Euro) für den jüngsten Teilnehmer der dritten Runde.

Die fünf Preisträger des 13. Internationalen Schubert-Klavier-Wettbewerbs (.v.): Junhee Kim (Finalist), Vasyl Kotys (5. Preis)., Yoshiko Furukawa (4. Preis), Volodymyr Lavrynenko (Finalist), und Emre Yavuz (Finalist).

Die drei Finalisten des 13. Internationalen Schubert-Klavier-Wettbewerbs (v.l.): Junhee Kim (26, Südkorea), Volodymyr Lavrynenko (32, Ukraine) und Emre Yavut (26, Türkei) spielen am Samstag (24.9.) ab 18 Uhr in Dortmund um die Preise.

Ein Drittel der neun Pianisten, die es in die dritte Runde geschafft haben, ist in Südkorea geboren, und ebenfalls ein Drittel hieß mit Nachnamen Kim. Und die jungen Asiaten spielten die Teilnehmer aus der Ukraine, Russland, der Türkei, Japan und Ungarn gestern in der Spielbank in Dortmund etwas in den Schatten.

Der Ungar Domonkos Csabay studiert in Salzburg, alle anderen Pianisten des älteren Teilnehmerfeldes (Durchschnittsalter: knapp 28 Jahre) in Deutschland. Hier haben sie auch das tiefe Verständnis für Schubert geschärft.

Liebe zu Schubert

Neun Mal hörten die acht Juroren eine große Schubert-Sonate, neun Mal anders. Mal donnernd wie vom Russen Georgy Voylochnikov, mal eindrucksvoll wie von Junhee Kim. Der 26-jährige Koreaner studiert in Münster, bei Arnulf von Arnim, dem künstlerischen Leiter des Wettbewerbs.

Der Professor werte nicht mit, hat seinem Schüler aber die Liebe zu Schubert vermittelt. "Für den Wettbewerb bedeutet es nichts, dass ich bei ihm Unterricht habe, aber für Schubert. Ich habe hier zum ersten Mal öffentlich Schubert gespielt; jetzt bereitet ich ein ganzes Konzert mit seiner Musik vor", erzählt Kim. Jetzt steht er im Finale.

Der Bus kam in letzter Minute

Entspannt für einen internationalen Wettbewerb war die Atmosphäre in der Spielbank. An zwei Flügeln spielten sich die Pianisten ein, dann hörten sie sich gegenseitig zu und beglückwünschten sich. Auf einem Tisch auf dem Weg zur Bühne standen Schokokekse für die Nerven.

Der Ukrainer Volodymyr Lavrynenko hatte dafür wenig Sinn. Sein Bus kam erst zehn Minuten vor dem Auftritt. Kurz einspielen, konzentrieren, dann spielte er mit viel Gefühl Schuberts B-Dur-Sonate. Das reichte fürs Finale.

Die ersten Preisträger stehen fest

Entspannt konnte es Honggi Kim angehen lassen: Der 25-Jährige hatte den Sonderpreis für den jüngsten Teilnehmer der dritten Runde sicher.

Im Finale stehen am Samstag (24.9.),18 Uhr, mit den Dortmunder Philharmonikern im Orchesterzentrum, Brückstraße 47, Dortmund drei Männer: Emre Yavuz (26, Türkei), Junhee Kim und Volodymyr Lavrynenko.

Die Japanerin Yoshiko Furukawa (30) wurde Vierte, der Ukrainer Vasyl Kotys (31) Fünfter.

Das Preisträgerkonzert des Schubert-Wettbewerbs beginnt Sonntag (25.9.) um 18.30 Uhr im Anschluss an das Konzert von Riccardo Chailly und Daniil Trifonov im Konzerthaus Dortmund (Beginn: 16 Uhr).

 

 

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