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"Promis" werben für 2010

ESSEN Noch prominenter geht es nicht. Mit ihren Kuratoren aus Politik, Wirtschaft Sport und Kultur geht die RUHR.2010 GmbH für die Kulturhauptstadt auf Nummer sicher.

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Botschafter des Ruhrgebietes trafen sich gestern zur ersten Tagung.

 

Jeder der Kuratoren hat persönliche Beziehungen zum Revier. Ob Berthold Beitz oder Oliver Bierhoff, Hans-Dietrich Genscher oder Adrienne Goehler, Peter Gruss oder Matthias Hartmann, Jutta Limbach, Rita Süßmuth oder Richard von Weizsäcker: Bei jedem ist Herzblut im Spiel, wenn sie an das Ruhrgebiet denken.

Einige fehlten

Erstmals tagten gestern neun der insgesamt 15 Botschafter der Kulturhauptstadt 2010. Filmemacher Söhnke Wortmann, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Hans-Gerd Pöttering (EU), Ex-Triennale-Chef Gerard Mortier, Liz Mohn (Bertelsmann) und Klaus-Dieter Lehmann (Preußischer Kulturbesitz) machen mit, fehlten aber gestern.

Integration von Minderheiten

In einer Sache waren sich die anwesenden "Promis" einig: um drei Hauptaspekte soll es gehen. Wandel, Kultur und Zusammenleben. "Das Zusammenwachsen der verschiedenen Kulturen und die Integration von Minderheiten sind mit Problemen verbunden und gleichzeitig eine große Herausforderung", so Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Institutes. Rita Süßmuth, Bundestagspräsidentin a.D., lehrte an der Ruhr-Universität Bochum. Sie sieht den Schwerpunkt ihrer Beratungstätigkeit in der Beteiligung der Migranten. Süßmuth plant eine Film- oder Fotoausstellung, die zeigen soll, wo Kultureinflüsse herkommen. "Ruhrgebietsmenschen haben etwas, was man woanders nicht findet, etwas Gefühlsmäßiges, und das muss gezeigt werden", sagte Süßmuth.

Gepackt vom Ruhrgebiets-Virus

Gefühlsmäßig bleibt auch der ehemalige Intendant des Schauspielhauses Bochum, Matthias Hartmann (Foto), dem Ruhrgebiet verbunden. Ein Konzept für seine Rolle bei der Kulturhauptstadt hat er zwar noch nicht, dafür aber kann er schon mal sein Heimweh lindern, das den Intendanten des Züricher Schauspielhauses zeitweise heimsucht. "Das Ruhrgebiets-Virus lässt mich nicht los. In Zürich bin ich Fremder, in Bochum wurde ich selbst so eigentümlich wie die Menschen dort."

Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker hatte seine Frau in Essen kennen gelernt. Ihn beeindruckt der Strukturwandel. Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher will 2010 die Seelen der Menschen erreichen.

 

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