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Ralf Witthaus mäht in skurriler Kunstaktion den Rasen rund um Köln

Bundesrasenschau

KÖLN. Es ist eine nachwachsende Ausstellung. Sie wird nach und nach durch das Zutun der Natur verschwinden. Doch genau zeichnet das Projekt "Bundesrasenschau" aus.

von Von Anna Kaiser

, 05.08.2010
Ralf Witthaus mäht in skurriler Kunstaktion den Rasen rund um Köln

USA. New York City. 1981. Andy WARHOL in his "Factory" at Union Square. Contact email: New York : photography@magnumphotos.com Paris : magnum@magnumphotos.fr London : magnum@magnumphotos.co.uk Tokyo : tokyo@magnumphotos.co.jp Contact phones: New York : +1 212 929 6000 Paris: + 33 1 53 42 50 00 London: + 44 20 7490 1771 Tokyo: + 81 3 3219 0771 Image URL: http://www.magnumphotos.com/Archive/C.aspx?VP3=ViewBox_VPage&IID=2S5RYD1XKR54&CT=Image&IT=ZoomImage01_VForm

Dahinter steckt der durch seine Rasenmäherzeichnungen bekannt gewordene Künstler Ralf Witthaus aus Bad Oeynhausen. Er eröffnet die erste "Bundesrasenschau" am Freitag, 13. August, um 19 Uhr im Rheinpark an der Seilbahnstation Sachsenbergstraße in Köln.

Das bis Anfang Oktober 2010 dauernde Projekt wird also am Ort der ersten Bundesgartenschau 1957 starten. Über den Rhein und durch den Skulpturenpark erstreckt es sich über den kompletten Grüngürtel der Stadt Köln bis zum Ort der zukünftigen Bundesgartenschau im Jahr 2023. Witthaus wird ab 9. August einen drei Meter breiten Weg durch den Grüngürtel Kölns ziehen, um damit Einzigartigkeiten der Parkfläche sichtbar zu machen. "Ich nehme etwas weg, wo andere pflanzen würden", so der Künstler. Er zeichnet mit Rasenmähern begehbare Wege in die Grünflächen. Bereits während der Aktion wächst der Rasen hinter ihm und seinem Team wieder nach. Zurück bleibt das Erinnerungsbild. Denn wenn der Kreis geschlossen wird, ist von seinem Anfang nur noch die Erinnerung vorhanden.

Da auf der rechten Rheinseite kein durchgängiger Grüngürtel ausgebildet ist, wird das Projekt von Straßen, Häusern und Firmen unterbrochen. Trotzdem ist sich Witthaus sicher, dass der Weg zum Flanieren anregt: "Er führt - je nachdem, wie lange ich dafür brauche - nicht nur um die Stadt herum." Zumindest in einer Richtung führt er die Spaziergänger zu seinen Mitarbeitern, die schwarze Anzüge tragen und neue Wege freilegen. Dies ist die Stelle, an der "Momente einer offenen Kommunikation zwischen Künstler und Spaziergängern entsteht", so Witthaus. Ziel des Künstlers ist es, den Grüngürtel als eine zusammenhängende Form sichtbar zu machen.

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