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Rhythmus-Cocktail bei der RuhrTriennale

DUISBURG Wie mag das klingen, wenn iranische Frauen deutsche Volkslieder interpretieren? Wenn Virtuosen aus dem Irak mit Kölner Mittelalter-Spezialisten Werke der Hildegard von Bingen anstimmen? Wenn Marokkaner, Inder, Perser mit Afrikanern der Elfenbeinküste Musik machen? Antwort gibt das Projekt "Spurensuche" der RuhrTriennale.

Rhythmus-Cocktail bei der RuhrTriennale

Im Rap-"Duell": Ramesh Shotham (l.) und Adé Bantu.

 60 Musiker aus 25 Nationen, alle in NRW zuhause, treten drei Konzerten (28., 29., 30. 8.)  der RuhrTriennale an: Reim-Akrobaten wie der Deutschafrikaner Adé Bantu, Trommelmagier wie der Inder Ramesh Shotham oder Rhani Krija aus Marokko, Sängerinnen wie Eda Zari (Albanien) und Mariana Sadovska (Ukraine), Jazz-Legenden wie Charlie Mariano am Saxophon.Mike Herting bringt Musiker zusammen

Mike Herting, seines Zeichens Pianist, Komponist, Arrangeur und Kenner der hiesigen Szene, hat die Musiker-Wahlverwandtschaften für dieses Projekt zusammengebracht. Er verspricht mehr als klischeehaftes "Crossover", wie es sich oft unter dem Label "Weltmusik" tarnt: "Hier schmarotzt kein Produzent an exotischen Klängen. Bei uns treffen sich Persönlichkeiten zu einem Austausch auf Augenhöhe."

Konkret soll das so aussehen, dass ein Teil der Bühne in der Duisburger Gebläsehalle einem Lager gleichen wird. Dort tummeln sich Freunde des konzertierenden Künstlers, die in das Programm einsteigen können. "Jam-Session" mit Bereitschaft! Wer will, gibt seinen Saft dazu zum Rhythmus-Cocktail der Kulturen. Das Fremde und die eigenen Wurzeln

Auf das Triennale-Motto "Aus der Fremde" sind die Leitmotive der Konzerte abgestimmt. Welches Verhältnis haben Musiker aus der Fremde zu ihren Wurzeln? Und wie stehen sie zur deutschen Klangwelt? Eine Musikerfamilie geht auf Spurensuche: Rap ist Thema am 28., Vokales dominiert den 29., der 30. August steht im Zeichen von "Oriental-Okzidental". Akustische Appetithappen beim Pressetermin klangen aufregend vital und vibrierend.

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