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150. Geburtstag

Richard Strauss: Vom "Verräter der Moderne" zum Publikumsliebling

MÜNCHEN An Richard Strauss kommt in diesem Jahr kein Musikfreund vorbei: Seine Werke stehen auf allen Spielplänen. Am 11. Juni vor 150 Jahren wurde der Komponist in München geboren. Und dort ist seine Musik immer noch Muttermilch für die Orchester - besonders für die Philharmoniker. Aber auch in der Region hat der berühmteste und bestbezahlte Komponist seiner Zeit Spuren hinterlassen

Richard Strauss: Vom "Verräter der Moderne" zum Publikumsliebling

Richard Strauss wurde am 11. Juni vor 150 Jahren geboren.

Vor 110 Jahren dirigierte er das Eröffnungskonzert des Essener Saalbaus, und 1966 erklang sein "Rosenkavalier" zur Eröffnung des Opernhauses Dortmund.

Als "Verräter der Moderne" wurde Strauss zu Lebzeiten beschimpft, dabei sorgte auch er bei Uraufführungen für handfeste Skandale: Die Opern "Salome" und "Elektra" schockierten Publikum und im Fall der nackten Salome auch Zensoren. Heute liebt das Publikum die Opern im spätromantischen Stil, und mancher versteht Musik besser, wenn sie - wie in den Sinfonischen Dichtungen - ein Programm hat. Wie Till Eulenspiegel, das Heldenleben oder die Alpensinfonie.

Steile Karriere als Dirigent Als Sohn eines Hornisten im Münchner Hoforchester wurde Strauss geboren. Hans von Bülow holte ihn als Kapellmeister nach Weimar, mit 30 Jahren wurde er Hofkapellmeister in München, später in Berlin. Mit 55 Jahren leitete er die Wiener Hofoper.

Strauss reiste um die ganze Welt, war als Dirigent ein Star und wurde als Komponist von über 250 Werken immer beliebter. Sein Haus in Garmisch war ein Rückzugsort; dort starb er am 8. September 1949 mit 85 Jahren, und auf dem Friedhof Garmisch wurde er begraben. Ein Konservatorium hat Strauss nie besucht. Der Lieblingskomponist vieler Sänger und Klassikfreunde ist er auch so geworden.Tipps zum Strauss-Jahr:CD: An Lorin Maazel kommt man nicht vorbei, wenn man Strauss-Qualität hören will. Mit dem BR-Orchester hat der Maestro die Sinfonischen Dichtungen auf fünf CDs eingespielt (Sony).DVD: „Der Rosenkavalier“ als Film mit Karajan, den Wiener Philharmonikern und Elisabeth Schwarzkopf ist schon 52 Jahre alt, aber gut.Buch: Umfassend informiert Walter Werbeck auf 616 Seiten über den Komponisten in „Richard Strauss-Handbuch“ (Metzler Verlag, 79 Euro).

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