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Ruhrfestspiele

Roger Cicero musste drei Zugaben geben

RECKLINGHAUSEN Eine kompetente 13-köpfige Big Band mit Sechs-Mann-Gebläse. Lieder zwischen Swing-Jazz, Funk, Latino-Flair und Pop. Texte mit Charakter, die schelmisch charmant aus dem Leben schöpfen. Ein Frontmann, der die Leute um den Finger wickelt.Vier Gründe, warum ein Abend mit Roger Cicero eine runde Sache ist.

Roger Cicero musste drei Zugaben geben

Die überwiegend weiblichen Fans ließen Entertainer Roger Cicero erst nach mehreren Zugaben gehen.

Mit ihm präsentierten die Ruhrfestspiele am Samstagabend einen Vollblut-Entertainer, der generationsübergreifend für gute Laune sorgt.

Etwa 3500 Besucher bevölkerten die Wiese am Festspielhaus, tonangebend die Frauen, bei denen der 44-Jährige hörbar "Schlag" hat.

Mitsingen

Bei der Zeile "Ich bin ein Helfer, ein Heiler, im Grunde ein Geiler" ("Zieh die Schuh aus") schallt Cicero ein "Uuiih" aus vielen Kehlen entgegen, in der Tonlage deutlich weiblich.

Man sieht vor allem Damen, die Ciceros Lieder in- und auswendig mitsingen. Und mitgesungen wird viel, weil nämlich der Crooner mit Hut die Kunst der gepflegten Publikumsansprache selten locker beherrscht.

Tuchfühlung

Mehr als einmal geht er an der Rampe auf Tuchfühlung. Die Passage "Ich bin Roger, und wer bist Du?" ("So sieht man sich wieder") münzt Cicero in einen Plausch mit seinen Fans um: "Wie heißt ihr? Hallo Sonja, hallo Alwine. Nur Frauen in der ersten Reihe!" Na so was. Wie das wohl kommt?

Auf der Showtreppe umkreist Cicero seine Musiker, die einen tanzbaren Groove produzieren. "Das ist nicht das, wonach es aussieht" leiht sich das Fundament von Golden Earrings "Radar Love", "In diesem Moment" gefällt als muskulöser Funk-Schieber, wie er auch von Jan Delay sein könnte.

Recklinghausen schwoft - unter drei Zugaben kommt Cicero nicht davon.

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