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Erste Entscheidung im April

Ruhrgebiet mit Welterbe-Titel ab 2020?

Dortmund Am 30. April ist ein erster „Schicksalstermin“ für die Welterbe-Bewerbung des Ruhrgebietes. Dann legt ein Fachbeirat, der alle 31 deutschen Bewerber untersucht hat, seine Ergebnisse dem Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz vor.

Ruhrgebiet mit Welterbe-Titel ab 2020?

Die Siedlung Eisenheim in Oberhausen ist Kulisse des Filmes, mit dem sich das Ruhrgebiet um den Welterbe-Titel bewirbt. Der Streifen ist auf der Internetseite der Dortmunder Stiftung Industriedenkmalpflege zu sehen.

Es gibt politische Gremien, von denen hat kaum jemand je gehört. Der Kulturausschuss der Kultusministerkonferenz dürfte dazugehören. Das ist eine Versammlung, in der keine Minister, sondern die Abteilungsleiter der deutschen Kulturministerien diskutieren. Eine Entscheidung zum Thema Welterbe kann auf dieser Ebene nicht getroffen werden. Aber die Mitglieder sehen nun als Erste das Gutachten, das die Chancen der Bewerbung der „Industriellen Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ bewertet.

Dieses Gutachten, das die 31 deutschen Bewerber in eine Rangfolge bringt, soll jedoch streng geheim bleiben. Eine Entscheidung trifft die Kultusministerkonferenz frühestens im Oktober. Die entsprechende Plenarsitzung wird – vielleicht ein gutes Zeichen? – vermutlich auf Zeche Zollverein stattfinden. Im Geheimen agieren zum Glück nicht alle. Der Kulturausschuss des Regionalverbandes Ruhr (RVR) diskutiert die Welterbe-Bewerbung am nächsten Mittwoch in öffentlicher Sitzung. „Da muss jetzt Schwung rein“, sagt Dieter Nellen (Foto), Referatsleiter für Kultur beim RVR. Er nennt es eine „realistische Perspektive“, den Welterbe-Titel bis 2020 durchzubringen.

Schmankerl am Rande: In dem Jahr wird auch der RVR 100 Jahre alt. „Davon wird sich die Unesco aber nicht beeindrucken lassen“, schmunzelt Nellen. Für ihn ist eine andere Voraussetzung entscheidend. „Die Bewerbung muss den systemischen Charakter des Ruhrgebietes herausarbeiten“, betont er. Die Unesco sei nicht interessiert an schönen Einzelstandorten, sondern suche neuerdings ganze industrielle Ensembles mit Anker- und Knotenpunkten sowie Verbindungsachsen. Dies müsse wissenschaftlich fundiert dargestellt werden, so Nellen. Für die Kosten der Bewerbung stellt der RVR in diesem Jahr 150 000 Euro in den Haushalt ein. „Unter touristischen Aspekten ist der Welterbe-Antrag sehr wichtig“, betont Nellen, der vor ein paar Tagen auf der Tourismusbörse in Berlin war. „Zeche Zollverein lebt vom Unesco-Titel.“ 

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