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Aalto-Theater Essen

Sasha Waltz eröffnet Festival Tanzplattform mit dem Meisterwerk „Kreatur“

ESSEN Ein Meisterwerk hat das Festival „Tanzplattform“ im Aalto-Theater Essen eröffnet. Die Kostüme und Effekte des Tanztheater-Stücks „Kreatur“ von Sasha Waltz sind spektakulär.

Sasha Waltz eröffnet Festival Tanzplattform mit dem Meisterwerk „Kreatur“

Kokons spielen eine große Rolle in dem Tanztheater-Stück „Kreatur“. Foto: Sebastian Bolesch

Woher stammt die Kreatur, woher der Mensch? Sasha Waltz geht es in ihrem Tanztheater um existenzielle Fragen. Mit der 2017 in Berlin uraufgeführten Kreation der 55-jährigen Starchoreografin ist die „Tanzplattform Deutschland“ am Donnerstag in der Aalto-Oper Essen eröffnet worden. Zum ersten Mal ist das Festival zu Gast im Ruhrgebiet; mit dem Meisterwerk hat es dem Publikum im fast ausverkauften Haus ein Geschenk gemacht.

Körper schälen sich lansam aus Netzen

Als Kokontubbies tapsen sieben Tänzer zu Beginn des 90-minütigen Gesamtkunstwerks aus Tanz, Kostüm (der Modedesignerin Iris van Herpen), Lichtkunst (Urs Schönebaum) und Klang (Soundwalk Collective) über die Bühne. Langsam schälen sich die Körper in hautfarbenen Trikots aus den Kokonnetzen. Körperskulpturen stellt die designierte Leiterin des Berliner Staatsballetts auf die Bühne. Mehr Zeitlupen-Bewegungstheater von hinter Folien verzerrten Leibern als Tanz ist „Kreatur“ zu Beginn.

Ausdrucksstarke Bilder

Eine Geschichte von Evolution der Wesen und des Tanzes erzählt Waltz in fünf ausdrucksstarken Tableaus. Wie Affen springen die 14 Tänzer über die nackte Bühne, sie kriechen wie Reptilien und erklimmen auf einer schmalen Treppe die nächste Stufe der Entwicklung. Da bekriegen sie sich mit einem Holzmast, kämpfen als Rudel wilder Tiere und sehnen sich nach Liebe.

Die Körperbeherrschung der Tänzer ist atemberaubend

Die Körperbeherrschung und Ausdruckskraft von Waltz‘ Compagnie ist atemberaubend, die Bilder der Choreografin haben starke visuelle Kraft. Und die Kostüme sind spektakulär. Wenn am Schluss eine Stachelkugel aus Regenschirmstangen Tänzer traktiert und sich geschundene Körper aneinanderschmiegen, bringt das Endzeitstimmung auf die Bühne. Sasha Waltz zeigt eine Gesellschaft am Abgrund. Körperskulpturen auf der Suche nach dem Sinn ihrer Existenz. Mit starken Bildern, die lange in Erinnerung bleiben werden.

Die Tanzplattform ist noch bis Sonntag (18.3.2018) in Essen und Gelsenkirchen zu Gast. Weitere Höhepunkte sind „Musée de la Danse“ von Boris Charmatz (17./ 18.3.2018, Musiktheater Gelsenkirchen) und „Princess“ von Eisa Jocson (17./ 18.3.2018, Zollverein Essen, Halle 5). Infos und Karten unter Tel. (0201) 2894700.

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