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Wettbewerb eröffnet

Schubert ist ein Wegbegleiter fürs Leben

DORTMUND Der 13. Internationale Schubert-Wettbewerb in Dortmund ist eröffnet. 52 der angemeldeten 81 Pianisten sind angetreten; die meisten stammen aus Japan (15), gefolgt von Südkorea (10).Amir Katz, Gewinner des Wettbewerbs 2003, zeigte am Sonntagabend im Eröffnungskonzert im Dortmunder Casino in Anwesenheit des Schirmherrn, Bundestagspräsident Norbert Lammert, was für eine Karriere man als Sieger dieser Ausscheidung machen kann.

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De4r Vorstand des Internationalen Schubert-Wettbewerbs mit Pianist Amir Katz (Mitte) und Schirmherr Norbert Lammert (2.v.r.) beim Eröffnungskonzert des Wettbewerbs.

Amir Katz hat den 13. Internationalen Schubert-Wettbewerb eröffnet.

Und er zeigte auch, wie sich die intensive Beschäftigung mit Schuberts tiefgründiger, poetischer Musik auf die Interpretation anderer Werke auswirkt.

Bachs zweite Partita spielte der 43-jährige Israeli so sanglich wie ein Lied ohne Worte - vollkommen in sich ruhend, relativ trocken ohne viel rechtes Pedal und technisch brillant. "Kein Virtuosentum kann ohne Schubert auskommen", hatte der künstlerische Leiter Arnulf von Arnim zuvor gesagt.

Brillanz und Poesie

Katz stellte das in der dritten Klaviersonate von Schumann eindrucksvoll unter Beweis. Seelenverwandt zu Schubert (und auch zum späten Beethoven) spielte er die vier Sätze. - Technisch überlegen und musikalisch mit eben dieser Tiefe und dem Gehalt, die ein Pianist aus Schuberts Musik schöpfen kann.

Ein glänzender Schubert-Interpret ist Katz geblieben. Die Interpretation seiner vier Impromptus op. 90 und eines "Moments musicaux" als Zugabe nach Liszts "La Campanella" hatten fast chopinsche Brillanz.

Gestärkt nach der Krise

"Der Schubert-Wettbewerb lebt. Wir haben eine Krise übverstanden und sind gestärkt aus ihr hervorgegangen", freute sich der neue Vorsitzende des Wettbewerbsvereins, der Bochumer Komponist Stefan Heucke. Wie er lebt, können die Freunde von Klaviermusik in dieser Woche intensiv erleben.

So geht der Wettbewerb weiter:

  • 52 Pianisten sind beim 13. Internationalen Schubert-Klavier-Wettbewerb angetreten.
  • Die erste Runde ist am Montagabend im Orchesterzentrum in Dortmund zu Ende gegangen.
  • Die zweite Runde mit 21 Pianisten wird Dienstag und Mittwoch (20. / 21. 9.) im Casino Dortmund ausgetragen.
  • In der dritten Runde spielen die Pianisten am Donnerstag (22. 9.) im Casino Dortmund eine große Schubert-Sonate.
  • Das Finale beginnt am Samstag (24. 9.) um 18 Uhr im Orchesterzentrum.
  • Die Preisträger stellen sich Sonntag (25. 9.) ab 18.30 Uhr im Orchesterzentrum vor - im Anschluss an das Konzert von Riccardo Chailly und Daniil Trifonov nebenan im Konzerthaus.
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