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"Göttliche Lage" startet im Kino

See für Millionäre oder Malocher?

DORTMUND "Mit Stahl und Pütt ist Schluss", meint ein Radfahrer mit Blick auf das, was ein See werden soll. "Hier wird nur noch Freizeit gemacht." Die Filmemacher Ulrike Franke und Michael Loeken ("Losers And Winners") trafen den Mann für ihre neue Doku "Göttliche Lage" am Rande des Phoenix-Sees in Dortmund-Hörde.

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Schicke Villen direkt und dahinter die bisherige Bebauung: Ein Blick reicht, um die Problematik am neuen Phoenixsee zu erkennen.

Eine Szene aus dem Film: Plausch am Fenster mit Stadtteilpolizist Wegner in Dortmund-Hörde.

Foto Real Fiction

Wo ein Stahlwerk mit feurigen Atem die Landschaft prägte, entstand ein See aus der Retorte, an seinen Ufern eine Siedlung mit Häusern im Bauhaus-Stil. Die Malocher sind fort, gut betuchte Häuslebauer kommen, angezogen vom Blick aufs Wasser, von Verkaufsargumenten wie "maritim" und "mediterran". Wohnen "in göttlicher Lage", wie ein Bauherr meint.  

Mit ihrer Doku "Göttliche Lage - Eine Stadt erfindet sich neu", der am 20. August Premiere feiert und am 21. August in die Kinos kommt, haben Franke und Loeken den Wandel rund um den See fünf Jahre begleitet. Ihr Film ist ein Mosaik aus Ansichten und Aussichten. Beide wissen, dass sie es mit einem Experiment zu tun haben, Ergebnis ungewiss.

Goettliche Lage

Schicke Villen direkt und dahinter die bisherige Bebauung: Ein Blick reicht, um die Problematik am neuen Phoenixsee zu erkennen.
Bagger heben den See aus.
Der See entsteht.
Das Regie-Duo hat mit vielen Anwohnern gesprochen.
Natürlich sind die Veränderungen überall Thema.Hier Stadtteilpolizist Wegner im Gespräch mit Anwohnern.
Auch der Kampf um den Erhalt der Thomasbirne wird erzählt.
Politik und Stadtspitze feiern die Flutung des Sees - zweiter von links ist der inzwischen verstorbene Schauspieler Larry Hagman.
Im Hintergrund die schicken Villen, vorne die Menschen, die immer schon hier wohnen.
Die Anwohner kommentieren, wie sich ihr Umfeld verändert.
Auch ein Aspekt: Wer sich hier Wohnungen kauft oder Häuser baut, zeigt stolz sein Eigentum in "göttlicher Lage".
Die Filmemacher Ulrike Franke und Michael Loeken hatten schon mit "Losers und Winners" einen aufschlussreichen Film über den Abbau der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund gedreht. Sie leben in Witten, Ulrike Franke ist aber in Dortmund aufgewachsen.

HÖRDE Der Phoenix-See kommt im August groß raus: Ein Dokumentarfilm über den liebsten See der Dortmunder läuft am 21. August in Kinos in ganz Deutschland an. Die Dortmunder Filmemacherin Ulrike Franke hat die Entstehung des Phoenix-Sees fünf Jahre lang begleitet. Herausgekommen ist ein sozialkritischer Film über den Strukturwandel im Ruhrgebiet.mehr...

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Schicke Villen direkt und dahinter die bisherige Bebauung: Ein Blick reicht, um die Problematik am neuen Phoenixsee zu erkennen.

Eine Szene aus dem Film: Plausch am Fenster mit Stadtteilpolizist Wegner in Dortmund-Hörde.

Foto Real Fiction

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