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Grillo-Theater

Shakespeares Luftgeist Ariel lässt es stürmen

ESSEN In einem surrealen Setting tobt "Der Sturm", William Shakespeares letztes Stück, in Essen. Die (alb-)traumhafte Inszenierung von Thomas Krupa nach der Übersetzung von B.K. Tragelehn wurde bei der Premiere am Samstagabend im Grillo-Theater mit viel Applaus gefeiert.

Shakespeares Luftgeist Ariel lässt es stürmen

Prospero (Jens Winterstein) beobachtet das Treiben seines Luftgeistes Ariel (Janina Sachau).

Es ist eine moderne Version des tragikomischen Märchens, in dem Jens Winterstein den souveränen Strippenzieher Prospero gibt. Star des Abends ist allerdings Janina Sachau als ihm ergebener Luftgeist Ariel.

Ätherisches Wesen erzeugt sphärische Klänge

Ganz in Weiß (Overall, Gesicht, Haare) turnt die bewegungsfreudige Schauspielerin über die Bühne - ein ätherisches Wesen, wie nicht von dieser Welt. Für einen sphärischen Sound sorgt die Mimin ebenfalls, dazu überziehen Stefano Di Buduos Videoprojektionen mit amorphen Motiven die abstrakte Spielfläche, die an drei Seiten mit schwarzen herabhängenden Platten markiert wird. 

Eigentlich ein eher düsterer Unort ist diese Insel im Nirgendwo. Erst gegen Ende sorgen Discokugeln für einen romantisch-freundlichen Goldflimmer auf diesem Eiland. Doch bis dahin werden Prosperos gestrandete Feinde gehörig mit Geisterhilfe verwirrt und gebannt.

Aber auch die Liebe kommt bei Shakespeare natürlich nicht zu kurz, in einer wunderbaren Choreografie (Denis Untila) tollt Prosperos Töchterchen Miranda (Lisan Lantin) mit Thronfolger Ferdinand (Philipp Noack) verliebt über die Bühne.

Bildermächtig inszeniert

Das Ensemble versteht es, das Komische in der bildermächtigen Inszenierung auszuspielen, toll ist das Clownspärchen von Matthias Breitenbach und Leopold Verschuer.

Die Ohrstöpsel, die beim Einlass im Grillo-Theater vergeben wurden, brauchte man allerdings nicht - so laut stürmte es dann doch nicht.

Termine: 20./26.6.; Karten: Tel. (0201)8122200.

 

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