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Zeche Zollverein

Sieben Tonnen Kohle schweben in den Himmel

Essen Das größte bekannte Kohlestück des Ruhrgebiets ist im Ruhr Museum eingetroffen. Ab dem 27. April ist es das Herzstück einer neuen Ausstellung. Die Besucher können 1200 Exponate entdecken.

Sieben Tonnen Kohle schweben in den Himmel

Das sieben Tonnen schwere Kohlestück schwebt in rund 30 Metern Höhe. Oben wird es schon erwartet. Bauarbeiter wollen das Stück ins Ruhr Museum ziehen. Foto: Freddy Schneider

Wenn das bis jetzt größte bekannte Kohlestück des Ruhrgebiets per Kran für die neue Ausstellung „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“ ins Ruhr Museum gehoben wird, ist der Journalisten-Ansturm garantiert. So drängelten sich am Mittwoch etwa 15 Berichterstatter und Fotografen um eine ominöse Kiste, die morgens noch am Boden stand.

„Ach, ich dachte, die Kohle schwebt über uns, ohne Kiste oder Box“, sagt ein Journalist. Philipp Bänfer vom Ruhr Museum, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, klärt den Unwissenden auf: „Nein, das Kohlestück ist viel zu porös, als dass wir es ohne Schutz hochhieven können.“ Ah. Darum also die Kiste.

Bis März 2016 war das Kohlestück unter Tage



Die Kiste schützt den sieben Tonnen schweren und 4,1 Kubikmeter großen Kohlebrocken, der bis März 2016 noch unter Tage war. Genauer gesagt stammt das Stück aus dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop, das am 21. Dezember für immer seine Türen schließt.

Der Kohlebrocken ist nicht während der normalen Arbeit abgebaut worden, sondern in Handarbeit. Ziel war, ein geeignetes Erinnerungsstück herauszuarbeiten, das in die Ausstellung passt.

1200 Exponate sind in der Ausstellung zu sehen



Das Ruhr Museum und das Deutsche Bergbau-Museum Bochum präsentieren die Ausstellung ab dem 27. April bis zum 11. November. Leihgeber des Kohlestücks ist die RAG Aktiengesellschaft. Die Ausstellung zeigt nicht nur den Kohlebrocken, sondern umfasst rund 1200 Exponate und zwei weitere Besonderheiten: einen Dampfzylinder und eine Grubenlokomotive.

„Die Dampfmaschine ist von 1792, wurde aus England importiert und förderte bis 1932 in Unna Salzsole. Die Lokomotive wurde 1922 auf der Zeche Recklinghausen in Betrieb genommen“, erklärt Bauleiter Dr. Frank Kerner den Journalisten. Während sich die Berichterstatter Details erklären lassen, kümmern sich die Arbeiter in ihren orange leutenden Westen um das Kohlestück, das direkt am Eingang zur Ausstellung zu sehen sein wird.

Fotografen knipsen das Spektakel und werden selbst zum Foto-Objekt


Der Kranführer lässt den Brocken in die Höhe schweben. Oben nehmen Kollegen die Kohle entgegen. Maßarbeit ist angesagt. Die vielen Fotografen knipsen das Spektakel und bemerken kaum, dass sie selbst zum Foto-Objekt werden. „Mir glaubt sonst keiner, dass hier so viele Leute waren“, sagt ein Bauarbeiter und fotografiert die Journalisten-Meute.

„Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“, 27.04. - 11.11., Fritz-Schupp-Allee 15 in Essen, montags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Mehr Infos gibt es hier.

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