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Philharmonie und Aalto

"Sommernachtstraum" war ein prächtiges französisches Barockfest

ESSEN. Höhepunkt eines französischen Barockfestes ist der Auftritt des Balletts. So auch am Samstag beim "Sommernachtstraum" in der Essener Philharmonie und im Aalto Theater. Der spartenübergreifende Dreiklang von Essener Philharmonikern, Schauspiel Essen und Aalto Ballett erinnerte unter dem Motto "Fetes des Plaisirs" an das gleichnamige, von Molière für König Ludwig XIV. organisierte Hoffest vor 350 Jahren in Versailles sowie an den 250. Todestag des Komponisten Rameau.

"Sommernachtstraum" war ein prächtiges französisches Barockfest

Lustwandeln im Essener Stadtgarten: Der "Sommernachtstraum" war ein prächtiges Barockfest.

Den einleitenden, deutlich zu textlastigen Orchesterteil dominierte die Berliner Schauspielerin Dagmar Manzel. Als Liselotte von der Pfalz trug sie aus deren Briefen mit intimen Einblicken ins höfische Pariser Leben vor. Die Essener Philharmoniker unter Roland Kluttig traten dabei mit Werken von Lully, Strauss und Ravel eher in den Hintergrund. Witzige musikalische Akzente setzte Dagmar Manzel: mit Martijn Cornet im Duett "Ach Gott, was sind wir vornehm" von Künneke sowie solo im Schwipslied aus "La Perichole" von Offenbach.

Schwipslied

Das Schauspiel Essen präsentierte im Aalto Theater eine einstündige Fassung seiner turbulenten Inszenierung des "Geizigen" von Molière. Neben Thomas Büchel als schmierig-unsympathischem Titelhelden hatten Ingrid Domann (Heiratsvermittlerin) und Anne Schirmacher (Mariane) die meisten Lacher.

Höhepunkt war danach die Uraufführung des Balletts "Plaisirs" von Aalto-Ballettmeister Michel Bejar. Seine 35-minütige Szenenfolge brachte Sonnenkönig Ludwig XIV. samt Familie und Höflingen auf die Aalto-Bühne.

Feuerwerk zum Finale

Vor weißem oder mit barocken Skizzen angestrahltem Bühnenrospekt entfalteten sich repräsentativ-dekorative und witzige Nummern für das Corps de ballet, anmutige bis kämpferische für den dominierenden König (Armen Hakobyan), die ihn liebenden Frauen und seinen Bruder.

Stimmig auf Opernmusik von Rameau choreografiert und spritzig gespielt, mündete das Ballett in ein furioses Feuerwerk.

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