Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Stars tanzten von "Stern zu Stern"

DORTMUND Tanzbrücken hat der Dortmunder Ballettchef Xin Peng Wang gebaut und nun mit der "Internationalen Tanzbrücke" in NRW fest verankert.

Stars tanzten von "Stern zu Stern"

Daria Klimentova tanzte die klassischen „Schwanensee“-Choreografie von Marius Petipa.

Bei der Internationalen Ballettgala "Von Stern zu Stern" schlug Wang am Samstag im Dortmunder Opernhaus eine Brücke zu Tanzstars aus acht Compagnien - und machte den Nationalfeiertag des tschechischen Honorarkonsuls Heinz Fennekold zu einer Sternstunde hoher Ballettkunst. Mit mehr als viereinhalb Stunden war die Gala, die von den Dortmunder Philharmonikern unter Ekhart Wycik mitgestaltet wurde, schon ein kleines Tanzfestival.

Zu den Publikumslieblingen gehörten Daria Kliementová und Dmitri Gruzdyev, die im Pas-de-deux von schwarzem Schwan und Prinz in der klassischen "Schwanensee"-Choreografie von Marius Petipa ein Traumpaar waren. Mit hohen Sprüngen und als Drehwunder riss das Paar zu Begeisterungsstürmen hin. Pendent im modernen Ausdruckstanz waren die berühmten Hamburger Zwillinge Otto und Jiri Bubenicek, die mit einer wohl einmaligen Körperspannung und Synchronität ihr "Indomtés" tanzten und in ebenso vollendeter Körperharmonie zusammen mit Jon Vallejo Pachelbels Kanon in originelle Schrittfolgen umsetzten.

Atemberaubend virtuos

Daniil Simkin von der Wiener Staatsoper hatte bei einer Ballettgala in Dortmund mit seinem hinreißenden Jacques Brel-Solo schon einmal zu Ovationen hingerissen. Ein Feuerwerk von hohen Sprüngen und Luftgrätschen zündete der junge Tänzer mit den Gummiknochen - skurril, mit einem einzigartigen Kanon an Bewegungen und atemberaubend virtuos.

Koloratur der Füße

Federleichte Pas-de-deuxs wie das des Solopaars vom Nationaltheaters Prag, athletischer Tanz wie im Pas-de-deux aus "Spartakus" vom Nationaltheater Brno, Rossini als Koloratur für die Füße mit dem Slowakischen Nationaltheater Bratislava und neoklassizistische Choreografien von Xin Peng Wang für seine vortreffliche Dortmunder Compagnie reihten sich wie Perlen auf der goldenen Kette, die Wang nach dem Zitat des französischen Poeten Arthur Rimbaud von Stern zu Stern spannen wollte.

Einer der umjubeltsten Höhepunkte war Petr Zuskas Choreografie "Maria's dream" für das Nationaltheater Prag - ein Tanztheater, das als Pantomime von vier Tänzern und einer Tänzerin auf einer Parkbank beginnt und spielerisch leicht mit Parodie eines Männerballetts und Spitzentanz des "Sterbenden Schwans" spielt.

Tanz(-)Brücken zwischen Klassikern schlug diese humorvolle und mit größter Körperbeherrschung getanzte Choreografie, die ein Symbol war für die Begegnungen mit der Weltelite des Tanzes, die Wang den Dortmundern nun schon zum achten Mal bei einer grandiosen Ballett-Gala geschenkt hat.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Haus Opherdicke

Otmar Alt fasziniert mit fabelhaften Zauberwelten

Holzwickede Das Haus Opherdicke zeigt ab dem 22. April eine große Retrospektive mit mehr als 100 Werken von Otmar Alt. Schon wenn man den Hof vor dem Wasserschloss Opherdicke in Holzwickede betritt, muss man schmunzeln.mehr...

Klavier-Festival Ruhr

Pierre-Laurent Aimard spielte Debussy mit Clownsnase

Duisburg Das 30. Klavier-Festival Ruhr startete in Duisburg mit einem ungewöhnlichen Abend. Umringt von so vielen Kindern hat Pierre-Laurent Aimard noch nicht Klavier gespielt.mehr...

Philharmonie Essen

Esa-Pekka Salonen beeindruckte als Maestro der leisen Töne

Essen Das Publikum in der Philharmonie Essen erlebte am Donnerstag einen imposanten Abend mit dem finnischen Star-Dirigenten und seinem Philharmonia Orchestra aus London.mehr...

„15:17 to Paris“ im Kino

Normalverbraucher werden zu Helden

Dortmund Hollywood-Regisseur Clint Eastwood verfilmt den realen Anschlag auf einen Schnellzug und lässt in „15:17 to Paris“ drei Amerikaner sich selbst spielen: Besser ist der Film dadurch nicht geworden, meint unser Kinokritiker.mehr...

LVR-Industriemuseum Oberhausen

„Kunst und Technik“ zeigt Ursprung des Designs

Oberhausen Die optische Gestaltung von Produkten hat inzwischen einen hohen Stellenwert – Pionier war Peter Behrens. Das Werk des Architekten ist in der Dauerausstellung „Kunst und Technik“ zu sehen und auch politisch interessant.mehr...