Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Tanzfilm im Kino

"Streetdance 2" hat optisch viel Pepp

Tänzer Ash (Falk Hentschel) legt sich beim Wettbewerb in London auf den Hintern und muss die Schmäh der Zuschauer ertragen. "Streetdance" ist sein Leben: Ein Mix aus Breakdance, Artistik, Freestyle, der es von der Straße in die Hallen schaffte.

/
Sofia Boutella, die auch für Madonna tanzt, spielt die rassige Eva.

Ash (Falk Hentschel, links) reist durch Europa und sucht junge Tanztalente.

"Streetdance 2" ist wie sein Vorläufer eine europäische Antwort auf die Tanzfilme aus Amerika. Eine junge Truppe von Streetdancern rauft sich zusammen und fordert die Besten der Besten heraus. Hip-Hop und seine Bastarde sind noch immer die Musik der Stunde. Die Tänzer suchen aber nach einem spektakulären Stil, der die Konkurrenz verblüfft. Im ersten Film war es die Verschmelzung von "Street" und Ballett, jetzt kommen Salsa und Latino-Einflüsse dazu. Ash, der die Niederlage von London ausbügeln will, rekrutiert in ganz Europa frische Talente. Wo er das Geld für einen Trip nach Prag, Rom, Frankreich hernimmt, soll uns nicht interessieren.Feurige  Note Den großen Fang macht Ash in Paris, wo er die rassige Eva entdeckt (gespielt von Sofia Boutella, die für Madonna tanzt). Eva hat Salsa im Blut, mit ihr bekommt Ashs Choreografie die feurige Note. Zwischen beiden keimt ein Liebespflänzchen. Ein Feigenblatt von Handlung, das dürftig verdeckt, dass der Film ein überlanger Tanz-Clip ist, der jeden Vorwand zur rhythmischen Gymnastik nutzt. Begnadete Körper trainieren für den Tag X, die Formel des Genres.Inhaltliche Dutzendware Inhaltlich liefern Max Giwa und Dania Pasquini (Regie) bloß Dutzendware. Optisch hat ihr Film mehr Pepp: Ashs Truppe "performt" eine Menge Kabinettstückchen. Der Cutter schneidet im Takt von etwa zehn Sekunden, ausreichend, um sich vom Können der Tänzer zu überzeugen. 3D braucht das nicht, von einem Zugewinn ist nichts zu sehen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Filmfestival in Berlin

Berlinale-Film zeigt Hochstapler unter sich

Berlin Mit einem bezaubernden Supermarkt-Märchen aus der ostdeutschen Provinz geht der Wettbewerb der Berlinale zu Ende. Am Schluss gab es ein paar Humor-Höhepunkte. Aber wer bekommt den Bären?mehr...

„Romeo und Julia“ in Gelsenkirchen

Familienfehde gibt der Liebe keine Chance

Gelsenkirchen Bridget Breiner hat „Romeo und Julia“ in Gelsenkirchen toll choreografiert. Weiße Tücher ziehen sich wie ein roter Faden durch das Stück.mehr...

„Tanz der Vampire“ in Köln

Blutsauger verführt mit Pomp und Pathos

Köln Das Musical „Tanz der Vampire“ stellt im Musical Dome Köln die lustvolle Seite der Beißerei heraus. Die Ausstattung und die Tanzszenen sind wunderbar, aber die Musik ist manchmal einfach zu bombastisch.mehr...

Buchkritik

Alice Feeney: „Manchmal lüge ich“

Es ist eine schreckliche Situation für Amber Reynolds in Alice Feeneys spannendem Psychothriller „Manchmal lüge ich“. Die Radiomoderatorin liegt im Koma, hatte einen Unfall, an den sie sich nicht wirklich erinnern kann. mehr...

Zeche 1 Bochum

Renegade ist wieder heimatlos

Bochum Nur rund zwei Jahre gab es das Zentrum für urbane Kunst in der Zeche 1. Jetzt ist Schluss und Leiter Zekai Fenerci richtet Vorwürfe an Stadt und Schauspielhaus.mehr...