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Museum Kunstpalast Düsseldorf

Studenten reagieren auf Rembrandt

DÜSSELDORF Nur Rembrandts Radierungen zu zeigen, erschien Felix Krämer als neuem Direktor des Museums Kunstpalast zu konventionell. So lud der im Herbst von Frankfurt nach Düsseldorf gewechselte ehemalige Städel-Kurator Studenten der Kunstakademie Düsseldorf zu einem spannenden „Rembrandt-Experiment“ ein.

Studenten reagieren auf Rembrandt

Rembrandts Radierung „Diana im Bade“ entstand um 1631 und ist bis Juni in Düsseldorf zu sehen. Foto: Kolberg/ Artothek

Unter diesem Titel bietet das Haus im Altbau am Ehrenhof mit 100 Radierungen nicht nur einen vertieften Einblick in die Grafik Rembrandt van Rijns (1606 – 1669), die seiner Malerei an lebendigem Ausdruck und an aufregenden Hell-Dunkel-Lichtschattierungen nicht nachsteht. Die Ausstellung zeigt auch die verblüffende Reaktion der Kunststudenten auf die Drucke des berühmten Niederländers.

Großes Echo auf Idee

Das Echo auf seine Idee hat Krämer überrascht. 48 Studenten bewarben sich mit ihren Arbeiten. Sechs wählte eine Jury aus. Ihre Beiträge hat Kuratorin Sonja Brink in die thematisch geschickt nach Rembrandts wichtigsten Themen gegliederte Schau eingestreut. Zu sehen sind sie neben den Blättern, die den Künstlernachwuchs inspiriert hat.

Einer der raffiniertesten Beiträge prangt neben Rembrandts meist winzigen, aber noch im Miniaturformat frappierend lebendigen Selbstdarstellungen. Lucas Köver (Jahrgang 1988) hat seine Variationen zu den Porträts ins Display von Handys geritzt und in Laserdrucke übertragen. Hätte Rembrandt heutzutage womöglich eine eigene App entwickelt?

Nur Hände sind Thema

Aus dem so genannten Hundertguldenblatt „Christus heilt die Kranken“ von 1648 hat Paul Schwaderer (Jahrgang 1984) die Hände herausgelöst und in verschiedenen Stadien bis zum Video als eigenständiges Segment hervorgehoben.

Von Rembrandts 360 überlieferten Radierungen hat Lambert Krahe als Gründungsdirektor der Kunstakademie im 18. Jahrhundert gut 200 für die Lehrsammlung erworben. Diesem Zweck kommen sie nun wieder zugute. Genießen lässt sich das „Rembrandt-Experiment“ freilich auch als großartiger Einblick in die selten ausgestellte Radierkunst des Niederländers.

Museum Kunstpalast Düsseldorf: „Das Rembrandt-Experiment“, bis 24. 6.2018, Ehrenhof 4-5, Di-So 11-18 Uhr, Do bis 21 Uhr. Nicht verpassen: In demselben Museum läuft auch die absolut faszinierende Schau „Black & White“ (bis 15.7.2018).

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