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"Sturm" in Oberhausen: Märchenspiel für Kinder

OBERHAUSEN Andere bringen für Kinder ab vier Jahren den Bestseller eines angesagten Kinderbuchautors auf die Bühne oder beglücken sie mit einem - möglicherweise etwas modernisierten - Märchenspiel. Nicht so das Theater Oberhausen: Das fordert diese Altersgruppe im Rahmen der ersten Spielzeit seines neuen Intendanten Peter Carp mit einem Klassiker der Weltliteratur: Shakespeares "Sturm". Kindgerecht adaptiert natürlich und unter dem pfiffigen, Märchenferne signalisierenden Titel "Nicht jeder kann der Chef sein".

"Sturm" in Oberhausen: Märchenspiel für Kinder

Elisbaeth Kopp als Prospero.

Schauspielerin Elisabeth Kopp macht aus dem Shakespeare-Drama im Malersaal des Theaters einen großen Monolog des Fürsten und Magiers Prospero, angereichert mit Musik, Stimmen und Geräuschen aus dem Off. Ein Struwwelpeter in langem braunem Mantel, sitzt sie in einer Ecke eines mit Sand angefüllten Zelts, in dem außer ihr noch rund 25 Kinder Platz haben (Eltern müssen draußen bleiben). Eine herabhängende schwankende Glühbirne reicht, um den einleitenden Seesturm zu imaginieren. Was Elisabeth Kopp dann lebendig, aber ohne viel Bühnenaktion vorträgt, entpuppt sich als poetisches, für allzu junge Theaterbesucher aber auch recht rätselhaftes und durch seine Figurenkonstellationen verworrenes Zaubermärchen. Und wo bleibt die Erklärung für die Titel gebende Aussage übers Chefsein?

Bei der Premiere jedenfalls reichte die Konzentration einiger Zuhörer nicht bis zum Ende der ausgefüllten 40 Minuten. Da musste denn Prosperos bezauberte Insel im Bilderzelt als profaner Sandkasten zum Buddeln und Burgenbauen herhalten.

Karten: Tel. (02 08) 8 57 81 84.

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