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Kino: "Lost River"

Surreale Poesie in Ryan Goslings Regie-Debüt

Bei einem radikalen Film wie Ryan Goslings "Lost River" gibt es nur lieben oder hassen. "Lost River" kommt daher wie ein Fiebertraum. Als schwarzes Märchen aus einer Zwischenwelt, halb im Ödland des verfallenen Detroit angesiedelt, halb in der Fantasie eines Regisseurs, der die dunklen Pfade eines David Lynch beschreitet. Ein Werk, dass alle Achtung verdient.

Surreale Poesie in Ryan Goslings Regie-Debüt

Iain De Caestecker als Bones in einer Szene des Kinofilms «Lost River» .

Ein mutiges Werk abseits der Genre-Zwänge, von eigener surrealer Poesie, die ihre Wirkung wie ein schleichendes Narkotikum entfaltet. Exquisite Musik zu traumschönen Bildern einer sterbenden Stadt. Geflutet in einem See ruht ein Vergnügungspark, nur die Laternen sind noch zu sehen. Wenn die Lichter angehen, ist das wie ein Gruß aus versunkenen Zeiten.

Suche nach Kupfer

Endzeit-Stimmung liegt in der Luft, auch über der Siedlung, wo Billie (Christina Hendricks) ums Überleben kämpft. Sie ist mit den Raten im Verzug, die sie der Bank für ihr schäbiges Haus schuldet. Billie nimmt das Angebot des Bankfritzen an, in einem Club zu arbeiten, wo den Besuchern eine perverse Horrorshow geboten wird.

Billies Sohn Bones (Iain De Caestecker) riskiert derweil Kopf und Kragen, wenn er Fabrikruinen nach Kupfer ausschlachtet.

Halluzinationen

Ein irrer Gangsterfreak (der nach Art des Dukes aus "Die Klapperschlange" im Cabrio umherkreuzt) beansprucht das Altmetall für sich. Wehe, wenn er Bones zu fassen kriegt! Weiter gibt es das Mädel von nebenan (Saoirse Ronan), dessen Oma (Barbara Steele) im Mausoleum der Erinnerung hockt und alte Filme guckt, wie Swanson in "Sunset Boulevard".

Ryan Gosling kennt sich aus im Filmkosmos. Zitate und Verweise flicht er elegant in eine Thrillerstory ein, die mehr halluziniert als erzählt wirkt. Ein dämonischer, elegischer, packender Film, mit dem ein Regie-Künstler auf Amerikas Erschütterung durch die große Krise reagiert. Alle Achtung, welch ein Debüt!

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