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Taschentücher bereithalten

25. Kinofest Lünen

Stars wie Katharina Wackernagel, Ralf Richter, Anna Schudt, Henriette Confurius und Regisseur Hans W. Geißendörfer werden zum 25. Kinofest Lünen erwartet. Im Mittelpunkt der Eröffnungsgala steht am Donnerstag (13. November) aber ein ganz junger Schauspieler: Ivo Pietzcker ist gerade mal zwölf Jahre alt und präsentiert seinen Film "Jack".

LÜNEN

, 12.11.2014
Taschentücher bereithalten

Heimatlos in Berlin: Ivo Pietzcker (l.)als »Jack« und sein kleiner Bruder Manuel (Georg Arns).

Dieser berührende Film läuft am Donnerstag zur Eröffnung vor ausverkauftem Haus, ist aber am Freitag (14. November) noch einmal in Lünen zu sehen.

Jack ist erst zehn, sollte eigentlich Fußball spielen und sich mit Freunden treffen. Doch der Junge aus Berlin muss sich nicht nur um seinen kleinen Bruder Manuel kümmern, sondern auch um seine sehr junge Mutter Sanna, die komplett überfordert ist.

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Sanna (Luise Heyer) ist auf der Suche nach der großen Liebe. Sie geht gern feiern, trifft sich mit Freunden und bringt auch mal einen neuen Liebhaber mit nach Hause. Der Spagat zwischen der Muterrolle und der einer jungen Frau mit vielen Träumen will ihr nicht gelingen.

Deshalb muss Jack (Ivo Pietzcker, Foto) viel schneller erwachsen werden, viel mehr leisten, als ein Zehnjähriger eigentlich schaffen kann. Und so passiert auch eines Tages ein Unfall, bei dem sich Manuel (Georg Arms) verletzt. Die Konsequenz ist für Jack grausam. Der kleine Bruder darf bei der Mutter bleiben. Doch Jack muss in eine betreute Wohngruppe. Dort merken die Erzieher nicht, dass ein anderer Junge Jack auf dem Kieker hat und ihn quält. Als die Situation eskaliert, reißt Jack aus. Er will zurück zu seiner Familie. Doch Sanna hat Manuel bei einer Freundin abgegeben und ist verschwunden. Jack holt seinen kleinen Bruder zu sich – ein Versteckspiel in den Straßen von Berlin beginnt.

Keine leichte Kost zum Start des Jubiläums-Kinofestes. Aber ein Film, bei dem der junge Ivo Pietzecker grandioses Kino bietet. Er spielt so intensiv und glaubwürdig, dass sich so mancher Zuschauer am besten Taschentücher einpacken sollte. Regisseur Edward Berger und Drehbuchautorin Nele Müller-Stöfen, die auch eine Erzieherin spielt, erzählen eine Geschichte, die leider täglich so passieren kann. Und die Nachhall finden wird.

Für die Eröffnungsgala gibt es keine Karten mehr. „Jack“ (FSK 6 Jahre) ist aber noch am Freitag (13. 11.) um 14.30 Uhr in der Cineworld, Im Hagen 3, zu sehen.

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