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Theater Oberhausen soll fusionieren

Opernehe Duisburg/Düsseldorf gerettet

Während die "Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg" gestern gerettet und der radikale Sparvorschlag der Stadtverwaltung gestoppt wurde, will der Rat der Stadt Oberhausen seinem Stadttheater eine Fusion oder Kooperation mit einem anderen Theater verordnen und damit ab 2015 einen jährlichen Konsolidierungseffekt in Höhe von zwei Millionen Euro erzielen.

OBERHAUSEN

von Von Klaus Stübler

, 25.06.2012
Theater Oberhausen soll fusionieren

Das Theater Oberhausen.

So wurde es am gestern Nachmittag bei der Ratssitzung gegen die Stimmen der sich einer vom Land NRW erzwungenen Konsolidierung des Stadthaushalts gänzlich verschließenden Fraktion der Linken Liste beschlossen.

Im Sitzungssaal des Oberhausener Rathauses stand der Haushaltssanierungsplan für die Haushaltsjahre ab 2012 zur Abstimmung, der die Neuverschuldung der Stadt ab 2015 auf Null setzen soll. Alle 214 Punkte des Maßnahmenkatalogs wurden einzeln aufgerufen und durchgegangen - ein Rundumschlag vom Personalabbau in der städtischen Verwaltung.

Keine Diskussionen

Bei einzelnen Maßnahmen wie der Schließung von Bädern oder Lehrschwimmbecken sahen die Kommunalpolitiker Diskussionsbedarf, Maßnahme Nummer 83 über das Theater hingegen wurde einfach durchgewunken. Dabei handelt es sich dabei nur um eine wenig konkrete Willenserklärung, bei der die vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Große Brömer für die Verwaltung geforderte "interkommunale Zusammenarbeit" aufs Theater übertragen wird.

Fusion oder Kooperation

Ob das Theater Oberhausen nun eine Fusion oder eine Kooperation anstreben soll und mit welcher Nachbarstadt blieb offen.

Skeptisch hinsichtlich des angesetzten Betrag von zwei Millionen Euro zeigte sich der CDU-Fraktionsvorsitzende und Kulturausschussvorsitzende Daniel Schranz: "Man kann sagen, die Zahlen sind mutig oder sie sind irrational". Hinsichtlich der Konsequenzen der Theatermaßnahme formuliert der Maßnahmenkatalog: "keine Einschränkung der künstlerischen Qualität bzw. der künstlerischen Möglichkeiten".

Vom Oberhausener Theater war nach der Ratssitzung weder Intendant Peter Carp noch Verwaltungsdirektor Jürgen Hennemann für eine Stellungnahme zu erreichen.. In Duisburg steht noch die genehmigung von Arnsberg aus.