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Kino: "Chernobyl Diaries"

Treibjagd in der verstrahlten Geisterstadt

Prima Schauplatz: Pripyat, die Geisterstadt an der Atomruine von Tschernobyl, liefert ein malerisches Endzeit-Szenario verwaister Häuser und Plätze. Außerdem glaubt man gern, dass nach 25 Jahren radioaktiver Strahlung allerlei seltsames Gelichter durch die Gegend vagabundiert. Gute Bedingungen für den US-Horrorstreifen "Chernobyl Diaries", der auf einer Idee von Oren Peli basiert.

Treibjagd in der verstrahlten Geisterstadt

Natalie (Olivia Taylor Dudley) und Reiseführer Uri (Dimitri Diatchenko) stehen in der verbotenen Stadt.

Der Regisseur von "Paranormal Activity" ist ein Fuchs, wenn es um minimalistische Sujets mit großer Wirkung geht. Dass nicht in der Sperrzone gedreht wurde (nur Bilder von dort Verwendung fanden), kann uns egal sein. Wichtig ist, dass sechs Touristen an einem beklemmend morbiden Ort aus dem Bus steigen. Erlebnishungrig haben sie einen verbotenen Trip gebucht. Ist der Führer vertrauenswürdig? Lotst er die Gruppe in ein Foltercamp wie in "Hostel"?Es grunzt im Schatten Clever, wie Regisseur Brad Parker Verunsicherung sät, der Film langsam die Daumenschrauben anzieht. Etwas, das grunzt, ist in der Stadt und bläst zur Treibjagd. Sudelei und grobe Schocks verkneift sich der Film. Er kitzelt die Nerven mit dem, was man nicht sieht, aber sich ausmalt.

Flucht durch finstere Katakomben - ein Plot wie im Videospiel, der Drehort im Rang eines Hauptdarstellers. Angstmache der intelligenteren Art.

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