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Umbau zum Portal der Industriekultur

ESSEN Eigentlich ist das Weltkulturerbe Zollverein im Essener Norden übersichtlich. Nur nicht hinter den Kulissen. Hier konnte man sich im Gestrüpp der Verantwortlichkeiten leicht verirren. Deshalb gibt es seit gestern eine neue Struktur: Die Stiftung Zollverein führt alle Geschäfte.

von Von Bettina Jäger

, 19.12.2007
Umbau zum Portal der Industriekultur

Die Kohlenwäsche (hinten) steht bereit fürs neue RuhrMuseum. Renoviert wird jetzt noch der Kokskohleturm (r.) und die schräg verlaufende Bandbrücke.

"Wir bieten alles aus einer Hand: Von der Führung über den Grundstückskauf bis zum Museum", erklärte Jolanta Nölle. Sie ist eines von drei Mitgliedern des neuen Vorstandes. Hinzu kommen Ulrich Borsdorf als Direktor des geplanten RuhrMuseums und Roland Weiss als Chef der Entwicklungsgesellschaft Zollverein. Die grundsätzliche Lenkung übernimmt ein neuer Stiftungsrat.

"Portal der Industriekultur"

Die Stiftung steht vor der gewaltigen Aufgabe, das RuhrMuseum bis zum Herbst 2008 in der Kohlenwäsche zu eröffnen und gleichzeitig das jetzige, ziemlich einfache Besucherzentrum in der 24. Etage zu einem "Portal der Industriekultur" aufzuhübschen. Es soll im Jahr 2010 die Besucher der Kulturhauptstadt empfangen. Beide Landschaftsverbände (also der LVR fürs Rheinland und der LWL für Westfalen-Lippe) sowie der Regionalverband Ruhr wollen das Besucherzentrum gemeinsam betreiben. Denn es soll den Besuchern Appetit auf die Industriemuseen unserer Region machen.

Und das RuhrMuseum? "Liegt im Zeitplan", sagte Ulrich Borsdorf, der wegen der Exponate aus vorindustrieller Zeit rund 100 Anfragen an Museen der Umgebung gerichtet hat. Das neue Haus begreift er als "historisches Schaufenster" des gesamten Ruhrgebietes. So möchte Borsdorf Dortmunds Vergangenheit als Hansestadt aufrollen. Die Verhandlungen um Exponate laufen. Die Finanzierung des Museums dagegen steht. 2,5 Millionen zahlt die Stadt Essen jährlich, bis zu 1,85 Mio. der LVR, bis zu 1 Mio. das Land NRW.