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Erste Projekte für 2019

Urbane Künste widmen sich Heimat und Identität

Dortmund Britta Peters, neue Leiterin der Urbanen Künste Ruhr, stellte erste Projekte vor.

Urbane Künste widmen sich Heimat und Identität

Britta Peters, die neue Leiterin der „Urbanen Künste“, sprach im Theater im Depot in Dortmund. Foto: Brinkmann

Du gehst ins Ruhrgebiet? Ist doch toll, da passiert so viel. Wir kommen auf jeden Fall vorbei und schauen uns das an! So beschreibt Britta Peters, neue künstlerische Leiterin bei „Urbane Künste Ruhr“, die Reaktionen ihrer Bekannten, als sie von ihrem neuen „Job“ im Revier erzählte.


„Ruhr Ding“ startet 2019


Am Dienstag stellte die Kuratorin und Kulturwissenschaftlerin (zuletzt bei den Münsteraner Skulptur-Projekten tätig) im Theater im Depot in Dortmund ihre Planungen für die Urbanen Künste vor, mit denen sie dafür sorgen will, dass an der Ruhr auch weiter viel passiert und sich das Vorbeikommen lohnt. „Ich habe das Programm meiner Vorgängerin Katja Aßmann aus der Ferne verfolgt“, erzählt Britta Peters vor 150 Zuhörern.


Und weiter: „Für das Goethe-Institut schrieb ich über das Projekt ‚A 40 – Die Schönheit der großen Straße‘. Was mich an den Urbanen Künsten immer schon fasziniert hat, ist der Grundgedanke, ohne festes Haus den öffentlichen Raum zu bespielen und das Thema frei wählen zu können.“ Drei große Ausstellungen namens „Ruhr Ding“ plant Britta Peters, im Frühjahr 2019, Herbst 2020 und Frühjahr 2022.

15 bis 20 Kunstprojekte sind im Ruhrgebiet geplant

Unter einem Oberthema sollen jeweils 15 bis 20 Kunstprojekte im Ruhrgebiet angesiedelt sein, die miteinander im Dialog stehen. „Das Thema speist sich aus der Situation vor Ort, hat aber globale Dimensionen“, erklärt Britta Peters.

Für das erste Ruhr Ding 2019 wählte sie das Thema „Identität und Territorium“. „Das Revier hat 53 Städte eigener Identität, 5,1 Millionen Einwohner, von denen der Löwenanteil seit 1850 eingewandert ist“, hat Peters gelernt.


Installation zusammen mit dem Hartware
Medien-Kunst-Verein

Vor dieser Historie sieht sie Bezüge zu Konflikten in Palästina und anderswo. Nationale Identitäten seien im Kommen, rechte Parteien machten Stimmung.

In diesem Spannungsfeld arbeitet die Künstlerin Henrike Naumann, die 2019 in Dortmund eine Installation mit dem Hartware Medien-Kunst-Verein realisiert. Es geht um mediale Strategien rechter Bewegungen.

Was Naumann im Depot von ihrer Arbeit zeigt, ist spannend. Als studierte Szenografin nähert sie sich dem Weltbild von „Reichsbürgern“ und Neonazis über deren Zuhause: Wandtattoos, die Reichskriegsflagge als Zimmerschmuck und mehr. Zeig mir, wie Du wohnst, und ich sag Dir, wer Du bist.

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