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Buchtipp der Redaktion

Vanessa Trinkwald empfiehlt: Das Wunschspiel

DORTMUND Passend zur Frankfurter Buchmesse - auf der auch in diesem Jahr wieder unzählige Lesebegeisterte erwartet werden - haben sich unsere Redakteure ihre Lieblingsbücher vorgenommen, um sie Ihnen vorzustellen. Volontärin Vanessa Trinkwald empfiehlt den Roman "Das Wunschspiel" von Patrick Redmond.

Vanessa Trinkwald empfiehlt: Das Wunschspiel

Buchmesse in Frankfurt: Rund 7000 Verlage präsentieren sich vom 19. bis 23. Oktober auf der weltgrößten Bücherschau. Foto: Frank Rumpenhorst

Die Wurzeln der Macht. „Alles hat seinen eigenen Anfang“, schreibt Autor Patrick Redmond im ersten Kapitel seines Debütromans. „Das längste Buch beginnt mit einem einzigen Wort, die längste Reise mit einem einzigen Schritt.“ England im Jahre 1954: In dem hoch angesehenen englischen Knabeninternat Kirkston Abbey bestand der erste Schritt in einem unerwarteten Akt der Freundlichkeit, der ganz plötzlich kam in dem sonst so grässlichen Schulalltag von Jonathan Palmer.

Er ist ein einsames Kind, ein Junge einfacher Herkunft, der sich an der exklusiven Schule unglücklich fühlt und von seinen Klassenkameraden gehänselt wird – bis zu jenem Vormittag, als sein selbstbewusster Mitschüler Richard ihm im Lateinunterricht aus der Klemme hilft. Eine nette Geste, nichts Besonderes – und doch lauert schon auf den ersten von mehr als 400 Seiten das Böse. 

Die Wurzeln der Macht

Patrick Redmond setzt mit der sich entwickelnden Freundschaft der beiden ungleichen Jungen ein Rad in Bewegung, das sich im Laufe der Geschichte zwar langsam, aber unweigerlich weiterdreht. Ihre Verbundenheit wird richtungsweisend für die schrecklichen Geschehnisse, die ein Journalist Jahre später aufdeckt.

Mit psychologischem Feingefühl spürt der britische Autor in „Das Wunschspiel“ die Wurzeln von Abhängigkeit und Macht innerhalb einer geschlossenen Gemeinschaft auf. Am Ende bleibt die Frage, warum so viele Schüler sterben mussten. Und ob schon der Wunsch danach einen Menschen wirklich umbringen kann

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