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Ehrenamtliche machen weiter

Volunteers der Kulturhauptstadt gründen Verein

DUISBURG Es ist eine Leidenschaft, ein inneres Bedürfnis. Der Wunsch, die vielen Kultureinrichtungen im Ruhrgebiet zu unterstützen, aktiv am Erhalt des vielfältigen Kulturangebots beteiligt zu sein. Der 40-jährige Michael Gnessner hat diesen Wunsch. Alleine ist er damit nicht, er wird von Gleichgesinnten unterstützt. Sie organisieren sich seit Juni gemeinsam im Verein "ruhrvolunteers".

Volunteers der Kulturhauptstadt gründen Verein

Auch beim BVB-Fest war Michael Gnessner (l.) dabei.

Angefangen hat es mit der Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Als einer von 1200 Volunteers half Gnessner bei der Durchführung von Kulturprojekten. Unter den freiwilligen Helfern bildeten sich Freundschaften, entstand eine Gemeinschaft. Viele haben den Wunsch, sich auch nach der Ruhr.2010 für die Kultur im Ruhrgebiet einzusetzen. Seit rund sechs Wochen sind nun 50 engagierte Bürger aus dem ganzen Ruhrgebiet Mitglied im Verein "ruhrvolunteers".

Mit Herzblut dabei Aller Anfang ist schwer, aufwändig, zeitintensiv. Das merkt auch Gnessner: "Als erster Vorsitzende beschäftige ich mich jeden Tag mindestens zwei bis drei Stunden mit der Vereinsarbeit." Doch es lohnt sich. Alle sind mit Herzblut dabei, haben den Willen, etwas Großes zu leisten, für die Kultur, für das Ruhrgebiet.

Der junge Verein hat bereits Einiges geleistet. Bei der Extraschicht standen die "ruhrvolunteers" Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Auch bei der Ruhrtriennale werden sie dabei sein. "Es geht nicht darum, den Kultureinrichtungen billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Es geht darum, bei Veranstaltungen zu helfen, die so sonst nicht stattfinden könnten", so Gnessner.

Wiedererkennungswert

Der Wirkungskreis des Vereins erstreckt sich über das gesamte Ruhrgebiet. Bei vielen kulturellen Einrichtungen sind die freiwilligen Helfer in guter Erinnerung geblieben und werden für Veranstaltungen um Unterstützung gebeten. Auch das Markenzeichen ist geblieben. Die leuchtend Türkis gekleideten Helfer erinnern an die Zeit der Ruhr.2010. "Der Wiedererkennungswert hilft, die Leute erinnern sich an uns und wissen, dass sie sich mit Fragen an uns wenden können."

Das nächste Ziel des Vereins: mehr Sponsoren und freiwillige Helfer finden. Helfer, die wie Michael Gnessner und die Vereinskollegen aktiv an der Erhaltung und Förderung der Kultur im Ruhrgebiet mitwirken möchten.  

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