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Spannendes Kinderstück

WLT erzählt "Die Legende von Mulan"

CASTROP-RAUXEL Hu-ha-hua-ha! Soldaten üben sich im Fechten, vor einem Feldlager mit Stangen, Zeltbahnen, Wimpeln. Sie tragen chinesische Kluft. Kopfhaube, luftiger Umhang, schimmernder Panzer. So viel Action, so prächtige Kostüme sieht man selten in einem Kinderstück.

WLT erzählt "Die Legende von Mulan"

Svenja M. Topler (hier mit Daniel Printz) spielt Mulan im WLT.

Christian Gundlachs „Legende von Mulan“, am Westfälischen Landestheater von Markus Kopf in Szene gesetzt, schafft das Kunststück, trotz Reduktion auf das Wesentliche (die Generaltugend des WLT) ein Augenschmaus zu sein. Manfred Kaderk hat die farbenfrohe Ausstattung besorgt, René Oschmann die Kämpfe choreografiert – beides wunderbar.

Populär wurde der Stoff 1999 durch den Disney-Film: Mulan (Svenja Maria Topler) zieht in den Krieg gegen die Mongolen, verkleidet als Junge. Frauen spielen in China nur die zweite Geige und haben in der Armee nichts verloren. Mit Mut und Grips beweist Mulan das Gegenteil. Ich krieg das hin, weil ich ein Mädchen bin. Für Kinder ab sechs Jahren verpackt das Stück sein Anliegen in viel Humor. Zwei Hanswürste von Soldaten (amüsant: Maximilian von Ulardt, Steffen Weixler) produzieren Schabernack in Dialog und Körperkomik. Und die Mongolen sind grunzende Testosteron-Affen.

Es wird gesungen; die Musik verantwortet Tankred Schleinschock. Mit Flöte und Perkussion zaubert er asiatische Atmosphäre, Spannungs-Getrommel klingt wie im Kurosawa-Film. 

Stadthalle und WLT


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