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Doris Knecht:

Wald

Die Finanzkrise, zu hohe Schuhe und der falsche Mann: Marian hat alles verloren. Nun haust sie im geerbten Haus ihrer verstorbenen Tante auf dem Land - und versucht zu überleben. Dazu braucht es nicht viel, wenn man fischen kann, einen grünen Daumen für Gemüse und Obst hat - und sich vom Franz sexuell benutzen lässt.

Wald

In kunstvollen Schleifen lässt Autorin Doris Knecht im Roman "Wald" ihre Marie erzählen. Sie beschreibt ihren Alltag und erinnert sich an ihr Luxusleben als Mode-Designerin.

Nach und nach setzt sich für den Leser ein Porträt dieser Frau zusammen, erfährt er von ihrem einstigen Dasein in der Stadt und dem mühsamen Überleben auf dem Land.

Rekonstruktion eines Abstiegs

Der österreichischen Autorin ist mit dieser Rekonstruktion eines Abstiegs eine treffende Gegenwartsanalyse gelungen. So wandeln sich die ökonomischen Krisen zu persönlichen.

Gegen Ende geht es in dem Roman etwas tröstlicher zu. Die Beziehung zu Franz wandelt sich, es gibt Hoffnung auf einen Job.

 

Doris Knecht: Wald, 271 S., Rowohlt, 19,95 Euro, ISBN 978-3-871-769-6.

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