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Ausstellung in Bochum

Werke zwischen Bettszene und Mondlandschaft

BOCHUM. Es sind Kissenlandschaften und Bettszenen oder Steinformationen wie auf dem Mond, die Catalina Pabón malt. Mit diesen Räumen will die Kolumbianerin existenzielle Fragen aufwerfen. Das Kunstmuseum Bochum stellt jetzt eine Übersicht verschiedenster Werke der aufstrebenden Künstlerin aus - und die zeigen Pabóns facettenreiche Arbeitsweise.

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Catalina Pabón nutzte für dieses Bild mit dem Namen „Ordnung 7“ einen Filzstift auf Leinwand.

Dieses Bild mit dem Namen "Nächste Station 5" (Pastell auf Leinwand) wird auch nach der Ausstellung in Bochum zu sehen sein. Das Kunstmuseum hast das Werk für seine Sammlung erworben.

Die Serie "Ghostskin" (Pastell auf Leinwand) zeigt Bettlandschaften aus Kissen und Decken.

Filzstift und Leinwand - das sind die Werkzeuge, die Catalina Pabón für ihr Bild "Ordnung 7" benötigte. Es zeigt eine schroffe Gebirgslandschaft, die auf dem Kopf steht. Für Museumsdirektor Hans Günter Golinski sind diese Bilder eine Art Déjà-vu. Sie erinnern ihn an Caspar David Friedrichs Kreidefelsen.

Die Künstlerin selbst sieht das anders. "Ich male unbestimmte Orte", sagt die 36-Jährige über ihre Bilder, die sie überwiegend in Schwarz und Weiß hält, "weil wir unsere Welt normalerweise nicht in Schwarz-Weiß sehen". Dafür nutzt sie Pastell- und Ölmalerei, aber auch die Kunst der Grafik.

Düstere Atmosphäre

Wo ihre Werke schwarzes Papier als Grund haben und eine karge Wüstenlandschaft darstellen, entsteht eine düstere Atmosphäre. Sinnlich werden Pablóns Werke in der Serie "Ghostskin", in der sie mit der beeindruckenden Detailgenauigkeit einer Fotografie scheinbar frisch verlassene Bettenlandschaften in Szene setzt. 

Pabóns Bilder werfen Fragen auf, die nur der Betrachter selbst beantworten kann. Endzeitstimmung oder Naturidylle, Sinnlichkeit oder Todesassoziation? Das vermag die Künstlerin nicht zu beantworten. Vielmehr will sie Denkräume kreieren; wie sie selbst sagt, etwas "Meditatives" schaffen.

Kunstmuseum kauft Bild

Dieses Konzept begeistert das Bochumer Kunstmuseum so sehr, dass es sich noch vor der Eröffnung der Ausstellung das "Mondlandschaft"-Bild für seine eigene Sammlung gesichert hat.

"Ich empfinde die Technik Pabóns als sehr innovativ, sie erfindet die Landschaftsmalerei in Teilen neu", ist Museumsdirektor Golinski vom Talent der Wahl-Berlinerin überzeugt. Es ist ein Talent, dass neugierig auf noch mehr Werke Pabóns macht.

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