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Streit um Warhol-Werke

Westspiel: Ausfuhr wurde vom Land genehmigt

DÜSSELDORF Jetzt also doch: Für die Versteigerung eines Werkes von Andy Warhol hat der Casino-Betreiber Westspiel eine Ausfuhrgenehmigung des Landes NRW bekommen. In der Kulturlandschaft war die geplante Veräußerung zweier Warhol-Werke auf heftige Kritik gestoßen. Doch die erwarteten Millionen könnten Westspiel enorm helfen.

Westspiel: Ausfuhr wurde vom Land genehmigt

Die Andy Warhol Kunstwerke "Triple Elvis" (1963) und "Four Marlon" (1966).

Das Auktionshaus Christie's habe „alle Exportgenehmigungen, die notwendig sind“, sagte Westspiel-Sprecher Christoph Schramm am Montag auf Anfrage. Der „Spiegel“ berichtete unter Berufung auf Christie's, dass das NRW-Kulturministerium die Genehmigung ausgestellt habe. Eine Sprecherin von Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) sagte, dies werde derzeit geprüft.

Bisher hatte es keine Hinweise gegeben, dass das Ministerium in den Verkauf des wertvollen Kunstwerks involviert war. Die geplante Versteigerung der beiden Warhol-Werke „Triple Elvis“ und „Four Marlons“ ist in der Kulturlandschaft bundesweit auf heftige Kritik gestoßen. Westspiel will sie am 12. November von Christie's in New York versteigern lassen und erhofft sich einen Erlös von rund 100 Millionen Euro. Davon sollen bis zu 80 Millionen im Unternehmen verbleiben und der Sanierung der landeseigenen Gesellschaft dienen.

DÜSSELDORF Der umstrittene Verkauf von zwei millionenschweren Warhol-Bildern zur Sanierung der Casino-Gesellschaft Westspiel wird trotz scharfer Proteste aus Kunst und Politik nicht gestoppt.mehr...

Nach EU-Recht dürften Gemälde, die älter als 50 Jahre und mehr als 150.000 Euro wert sind, die Europäische Union nur mit einer entsprechenden Ausfuhrgenehmigung verlassen, berichtete der „Spiegel“. Das 1966 entstandene Bild „Four Marlons“ brauchte keine Exportgenehmigung, weil es noch keine 50 Jahre alt ist. 

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