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Im Kino

Witzig-charmanter Familienspaß mit Bär Paddington

Dortmund Im ersten Film war eine irre Präparatorin hinter ihm her, in „Paddington 2“ jagt der Bär einen dreisten Dieb: in einem witzig-charmanten Familienspaß, der auch für den Hauptdarsteller eine unangenehme Überraschung parat hat.

Witzig-charmanter Familienspaß mit Bär Paddington

Hier sieht er nach Steiff-Tier aus, im Kino zeigt Paddington ab 23. November aber viel Seele und Charakter. Foto Studio Canal

Was gleich auffällt, ist die Qualität der Animation. Man kann so forschend gucken, wie man will, dieser Bär sieht verblüffend lebendig aus: Er hat ein Schimmern in den feuchten Augen, Mimik und Sprechen wirken absolut natürlich, Bewegung und Körpersprache ebenso.

Paddington hat nichts von einer Trickmarionette

Paddington hat nichts von einer Trickmarionette, man könnte Stein und Bein schwören, dass dieser Meister Petz eine Seele hat. Umso besser für einen Familienfilm, in dem der kleine Bär mit Dufflecoat und Schlapphut die Zentralfigur ist. Paddington lebt in London bei den Browns, denen er wie ein drittes Kind ist.

Hugh Bonneville („Der Stern von Indien“) spielt den Vater, Sally Hawkins („Happy-Go-Lucky“) die Mutter der Familie. In seinem Kiez ist Paddington bekannt wie ein bunter Hund, gut Freund mit jedermann. Er grüßt den Müllmann, die Dame vom Kiosk, er plaudert mit dem Antiquitätenhändler (Jim Broadbent).

Der hat tatsächlich ein Geschenk für Paddingtons Bärentante, ein Pop-Up-Buch, wo Londons Sehenswürdigkeiten in Pappe aufklappen. In einer schönen Tricksequenz fährt Paddington durch die Stadt aus Papier, altmodische Bastelei paart sich mit Computertechnik.

Generell wahrt „Paddington 2“ (Regie: Paul King) ein charmant-nostalgisches Flair, es steckt das Versprechen einer heilen Welt drin, wo Güte, Anstand, Freundlichkeit zählen. Das ist die Botschaft an Drei-, Vier-, Fünfjährige. Obwohl dem armen Paddington übel mitgespielt wird.

Er wird für den Täter gehalten und muss ins Gefängnis

Er stellt einen Dieb, der das Buch für die Tante mopst, wird für den Täter gehalten und muss ins Gefängnis. Oh, oh, ein Kuscheltier unter schweren Jungs. Kann das gut gehen? Es kann, dank Kullerauge und Orangenmarmelade bezirzt Paddington sogar den rabiaten Knastkoch (Brendan Gleeson).

Dortmund Ein Film für Romantiker, die an das Gute, Wahre, Schöne und die Liebe glauben, aber nicht an die Edelschnulzen nach Nicholas Sparks: „The Big Sick“ ist eine bittersüße Liebeskomödie mit Herz und Humor, dicht inszeniert, dialogsicher, toll gespielt bis in die kleinen Nebenrollen.mehr...

Familie Brown fahndet derweil nach dem wahren Dieb, den ein überkandidelter, selbstparodistischer Hugh Grant verkörpert. Witz und Slapstick (in Stummfilm-Manier) haben Pfiff und Ideen, das Tempo kennt keine Hänger, der Showdown passiert im rollenden Zug. Womöglich der beste, sympathischste Kinderfilm des Jahres, und für die Eltern gibt es auch genug zu kichern.

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