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Im Kino

Wohliges Gruseln zur Sinfonie des Grauens

Der echte Ralph Sarchie ist Polizist, im Nebenberuf Geisterjäger. Dämonen sind real, sagt er, und hat dazu ein Buch geschrieben, das Scott Derrickson fürs Kino adaptierte: "Erlöse uns von dem Bösen".

Wohliges Gruseln zur Sinfonie des Grauens

Sarchie (Eric Bana) tummelt sich in Katakomben und dunklen Wohnungen, die nach Gruselkabinett aussehen.

Fakten hin, Fakten her - auch wahre Geschichten geraten unter dem Zugriff von Skriptautor und Regisseur in die Mühlen des Horror-Genres. An dessen Standards und Stereotypen führt kein Weg vorbei.

So tummelt sich der von Eric Bana gespielte Sarchie fast nur in Katakomben und dunklen Wohnungen, die nach Gruselkabinett aussehen. Dort macht er den berühmten "grausigen Fund". Oder wird von Gestalten überfallen, deren Fratzen verraten, dass sie jenseits von Gut und Böse sind: Besessene.

Polizeialltag Zuerst riecht alles nach Polizeialltag. Ein Kerl prügelt seine Frau, eine Irre wirft ihr Kind vors Löwengehege, aus einem Keller kommen Geräusche. Doch Sarchie entdeckt, dass es einen roten Faden gibt. An allen Orten finden sich Hieroglyphen und Lateinisches. Die Spur führt zu Soldaten, die im Irak gedient haben.

Ein Jesuitenpater (Edgar Ramírez) öffnet dem Cop die Augen. Gegen Teufelswerk hilft nur Exorzismus. Als die Jagd nach den Schergen des Dämons beginnt, wird Sarchie von beunruhigenden Visionen geplagt. Paranormales manifestiert sich auf der Tonspur, wo Musik und Sounddesign an einer Sinfonie des Grauens arbeiten. Vordergründig, doch wirksam im Dienst der Spannung. So wie die Arbeit des Maskenbildners, der entmenschlichte Ekelgesichter kreiert, die an Linda Blair in "Der Exorzist" erinnern. Das Böse ist unter uns .

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