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Zurück in die Zukunft

ESSEN Die Impressionisten kommen. Paris-Bilder von Manet und Monet, Degas, Renoir, Pissarro und Signac werden 2010 im Essener Folkwang-Museum zu sehen sein. Doch der erste Höhepunkt des Jahres ist ein anderer: Das Museum will seine ursprüngliche Sammlung aus aller Welt nach Essen zurückholen - für vier glanzvolle Monate.

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Vorfreude auf 2010: Achim Middelschulte (v.l.), Francoise Cachin, Uwe M. Schneede und Hartwig Fischer.

Das Folkwang-Museum 1931: Werke von Oskar Schlemmer zieren die Rotunde mit dem Minne-Brunnen. Der Brunnen steht noch in Essen, die Bilder sind fort.

Das Museumsgebäude an der Essener Goethestraße wird derzeit neu errichtet. Im Oktober 2009 will die Krupp-Stiftung ihr 50 Millionen teures Geschenk an die Stadt Essen übergeben. Welche Glanzpunkte das Museum im Jahr seiner Neueröffnung 2010 setzen will, galt als spannende Frage. Jetzt gibt es die überraschende Antwort: Geplant sind zwei kunsthistorisch ambitionierte Projekte, die dennoch ein Höchstmaß an Kunstgenuss versprechen. Mit einer "siebenstelligen Summe" werde der Konzern E.ON Ruhrgas die Projekte unterstützen, sagte dessen Kulturbeauftragter Achim Middelschulte.

"Ein Haus für die Moderne"

"Ein Haus für die Moderne. Das Museum Folkwang 1933" wird vom 20. März bis 25. Juli 2010 zu sehen sein. "Es erscheint uns sinnvoll, uns auf die einzigartige Geschichte des Hauses zu besinnen", sagte Museumsdirektor Hartwig Fischer. Kurator Uwe M. Schneede, bis 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle, steht nun vor der Aufgabe, die von den Nazis in alle Welt verkauften Bilder und Skulpturen auszuleihen. Er hofft auf Werke von Kokoschka, Kandinsky, Beckmann und Marc. Allein die Matisse-Werke hängen inzwischen in Basel, New York und St. Louis/USA. Eine 1:1-Rekonstruktion plane er nicht, so Schneede, er will aber die Situation anno 1933 fotografisch dokumentieren. Und es soll nicht verschwiegen werden, dass damals der Direktor zum Rücktritt gezwungen und durch einen willfährigen Nachfolger ersetzt wurde.

Weniger politisch ist die zweite Schau. Francoise Cachin, Gründungsdirektorin des Musée d´Orsay in Paris und Enkeltochter des Malers Paul Signac, wird vom 2. Oktober 2010 bis 30. Januar 2011 rund 80 impressionistische Kostbarkeiten nach Essen holen - alles Bilder der Metropole Paris, geordnet nach Themen wie "Theater", "Boulevards", "Cafés". "Ein sehr schöner Gasometer" ihres Großvaters sei auch dabei, versprach die charmante Expertin. 

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