Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Neu im Kino

Zwei Literaturfreunde kämpfen gegen den Rest der Welt

Dortmund „Der Buchladen der Florence Green“ ist eine filmische Ode an die Literatur.

Zwei Literaturfreunde kämpfen gegen den Rest der Welt

Bücher sind ihr Ein und Alles: Emily Mortimer spielt den Schöngeist Florence Green. Foto: Capelight pictures

„Sie liebte es, ein Buch zu beenden und seine Geschichte in ihrem Kopf nachhallen zu lassen.“ Eine Erzählerin, deren Identität erst am Ende gelüftet wird, setzt uns ins Bild über eine verwitwete Dame (Emily Mortimer), die das Schmökern so sehr liebt, dass sie in einer englischen Küstenstadt ihre eigene Buchhandlung aufmacht.

Es kommt Geist in die Kulturwüste

Isabel Coixets Film „Der Buchladen der Florence Green“ (nach dem Roman von Penelope Fitzgerald) feiert die Welt der Literatur und der sensiblen Bücherfreunde, die manchmal von der wenig prosaischen Wirklichkeit zerrieben wird.

Niemand schreit Hurra, als Florences Plan im Ort die Runde macht. Keiner freut sich, dass nun Geist in die Kulturwüste kommt, als die man das kleine Kaff bezeichnen darf. Im Gegenteil: Die Frau eines Generals (Patricia Clarkson als Violet) wirft der Buchhändlerin Knüppel zwischen die Beine, wo sie nur kann.

Dramolett zwischen Schöngeistern und Kulturbanausen

Obwohl – einen Unterstützer gibt es für Florence. Sie findet ihn in dem Sonderling Mister Brundish (Bill Nighy), der ein Viel-Leser ist und durch sie „Fahrenheit 451“ und Nabokovs brandneue „Lolita“ kennenlernt.

Zwei Literaturfreunde gegen den Rest der Welt. Im Kern ist der Film eine Provinzposse, ein Dramolett zwischen Schöngeistern und Kulturbanausen, wo von vorn herein klar ist, wem unsere Sympathie gilt. Florence ist die Güte selbst, ihre Feindin Violet ein intrigantes Luder.

Herrlich altmodisch

Isabels Coixets Figurenzeichnung bleibt etwas holzschnittartig. Wenn Florence an Büchern schnüffelt und die Wände des alten Hauses berührt, signalisiert das Freude an der Sinnlichkeit der Dinge.

Gleichzeitig ist der Film herrlich altmodisch in seinem unaufgeregten Erzählstil. Er hat den noblen Charme britischer Gesellschaftskomödien, wo geistiger Adel geziert parlierend sich beharkt. Und mit Mortimer und Nighy sind feinnervige Darsteller am Werk. Geht in Ordnung.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Im Kino

„Am Strand“ erzählt vom Schmerz einer Liebe

Dortmund Junge trifft Mädchen – die älteste Geschichte der Welt. Edward stolpert im Film „Am Strand“ in eine Versammlung von Anti-Atom-Aktivisten, als sein Auge auf Florence fällt. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch die Beziehung bekommt auf tragische Weise einen Knacks. Getragen wird der Film von fabelhaft guten Darstellern.mehr...

Schauspiel Essen

Im Grillo-Theater ist 2018/19 „alles umsonst“

Essen Nach der Jubiläumsspielzeit 2017/18, die unter dem Motto „Wer zahlt die Zeche?“ steht, ist das Motto des Grillo-Theaters Essen in der Saison 2018/19 „Alles umsonst“. Allerdings nicht mehr bezogen auf den Bergbau, sondern auf Entwicklungen in Europa und der Welt. Es gibt auch eine Uraufführung.mehr...

Buchkritik

Thomas de Padova: „Nonna“

Ein Buch über seine Großmutter hat Thomas de Padova verfasst und schlicht „Nonna“ genannt. Der Autor verbrachte seine Sommerferien immer im Geburtsort seines Vaters, in einem Küstendorf in Apulien – und so ist sein lesenswertes Buch auch ein bisschen Reiseführer.mehr...

Buchkritik

Helene Sommerfeld: „Die Ärztin: Das Licht der Welt“

Ich gebe zu, anfangs hatte ich meine Probleme mit diesem historischen Roman. Denn Helene Sommerfeld, so das Pseudonym eines Autorenpaares, beginnt ihre zweiteilige Geschichte über die Ärztin Ricarda doch recht schwülstig und mit ausschweifenden Schilderungen. Aber dann nimmt im ersten Band „Die Ärztin: Das Licht der Welt“ die Geschichte Fahrt auf.mehr...

Ruhrtriennale

Popband erst aus- und jetzt wieder eingeladen

Bochum Die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp hat die schottische Pop-Band „Young Fathers“ am Donnerstag wieder zu deren ursprünglich geplanten Konzert für den 18. August eingeladen. Vor einer Woche hatte sie die Musikgruppe ausgeladen, da diese sich nicht von der Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) distanziert hatte. Für ihre Entscheidung erntet die Intendantin Kritik.mehr...

Tag der Architektur

In der Region locken moderne Bauten und stille Orte

Dortmund Beim „Tag der Architektur“ gibt es einen Neubau der besonderen Art zu sehen. Neben Neubauten von Wohn-, Büro- oder Industriegebäuden können die Besucher am Samstag und Sonntag (23./24. Juni) auch architektonisch interessante Gärten und Parks besichtigen, die sonst zum Teil nicht zugänglich sind.mehr...