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Julia Wolf meldet sich nach Babypause zurück

BVB-Handball

Die Tasche für Samstag ist zumindest in Gedanken schon längst gepackt. „Ich bin bereit“, sagt Julia Wolf, „ich bin über jede Minute glücklich, die ich spielen darf“. Die BVB-Handballerin kehrt aufs Parkett zurück.

DORTMUND

von Von Gerd Strohmann

, 18.01.2012 / Lesedauer: 3 min
Julia Wolf meldet sich nach Babypause zurück

Julia Wolf will nach ihrer Babypause wieder mit den BVB-Handballerinnen jubeln.

Julia Wolf ist Mutter, eine junge Mutter. Die kleine Emilia kam am 31. Oktober 2011 zur Welt, „eben Halloween“, sagt sie und lacht fröhlich. Sie lacht gern, wirkt eigentlich immer fröhlich. „Sie ist ein ganz wichtiger Stimmungsfaktor für die Mannschaft“, sagt ihre Trainerin Alice Vogler. Eine Spielerin, die auch mit ihrer Unbekümmertheit mitreißen kann, deren positive Ausstrahlung ansteckt. Sie ist Kapitän, und sie war auch während ihrer Schwangerschaft so nah an dem Team, wie es näher nicht geht. Bei den Spielen saß sie natürlich in der Halle, „mit dem dicken Bauch bin ich dann aber ein wenig auf Distanz gegangen“, sie suchte sich einen Platz weit oben in den Zuschauerrängen. „Sicher ist sicher, ich fiebere nämlich schon sehr mit.“ Nun, nach der Geburt, ist sie wieder nach unten gerückt, ganz nah an das Parkett, ganz nah an das Team.

Zehn Monate musste sie mit dem Handball-Sport aussetzen. „In der Zeit habe ich den Sport noch mehr zu schätzen gelernt“, meint sie, sie hat nicht gelitten, aber sie hat ihn vermisst. Anfang 2011 hatte sie noch eine volle Lehrer-Stelle am Mallinckrodt-Gymnasium, spielte Bundesliga-Handball, sie gab sich mit ihrem Mann, Hannes Wolf, Trainer der B-Junioren beim BVB, die Klinke in die Hand. Plötzlich wurde alles von Hundert auf Null gefahren, darauf muss man sich erst einmal einstellen. Nun aber, mit der Rückkehr in den Spielbetrieb, „ist ein Stück vom alten Leben zurück, ich freue mich darauf“.

Natürlich hat die kleine Emilia die Halle Wellinghofen schon kennen gelernt. Letzte Woche aber hat sie das Training tatsächlich völlig verschlafen, „die Geräuschkulisse störte sie nicht“. Aber auch wenn sich Emilia gemeldet hätte, „sie ist irgendwie ein Mannschaftskind, hat im Team mindestens schon fünf Ersatz-Mütter“, kann das ihre Mama nicht bremsen. Kürzlich riskierte sie den ersten Fallwurf, er hat schon wieder geklappt. Julia Wolf hatte auch während der Schwangerschaft keine überflüssigen Pfunde, jetzt hat sie schon wieder ihr „altes Kampfgewicht“. Sie habe immer Sport getrieben, sich bewegt, nach der Geburt viele Stunden mit einem Fitnesstrainer gearbeitet. Dennoch sei sie schon ein wenig überrascht, wie schnell sie wieder Fuß gefasst habe. Samstag soll der nächste Schritt folgen, sie wird die Tasche rechtzeitig packen.

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