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Nach zwei Jahren ist Arif Et beim FC Brünninghausen zu einer festen Größe geworden. Doch sein Erfolg ist harte Arbeit. Lesen Sie hier seine Geschichte und die ganze Amateurfußball-Beilage.

Brünninghausen

, 12.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Ein Blick auf die Torquoten von Arif Et reicht eigentlich, um zu verstehen, was der 25-Jährige für ein außergewöhnlicher Fußballer ist. Bei Borussia Dröschede in Landes- und Westfalenliga steigerte er drei Jahre lang die Anzahl seiner Tore, bis er am Ende der Saison 2015/16 41 Stück erzielt hatte.

Es folgte der Wechsel nach Brünninghausen, neun Tore in der ersten Oberliga-Saison, 18 Tore in der vergangenen. Und jetzt? Et sagt: „Ich will mich immer verbessern. Aber wichtig ist, dass wir als Mannschaft funktionieren.“ Tore? Schön, aber zweitrangig.

Die Geschichte von Arif Et beginnt in Letmathe, Kreis Iserlohn. Erst in der D-Jugend tritt er einem Verein bei, lernt schnell Freunde kennen und vor allem seinen besten Kumpel Adil Elmoueden, mit dem er fortan zusammenspielen wird. Erst in Letmathe, dann in Dröschede und aktuell in Brünninghausen: „Das ist ja ein Phänomen, dass zwei Spieler so lange immer den gleichen Schritt machen“, sagt Et und ist sich bewusst: Sollte einer von beiden aus der Oberliga heraus den nächsten gehen, ist es wohl vorbei.

Wechsel in die Regionalliga ist für Arif Et greifbar

In diesem Sommer war es kurz davor, doch trotz Probetrainings in höheren Ligen bleibt Et dem FCB treu: „Wenn man so eine Wertschätzung erfährt, ist es leicht, zu bleiben“, sagt er. Sowohl Trainer Alen Terzic als auch Manager Klaus-Dieter Friers hätten ihn nie unter Druck gesetzt und immer unterstützt. Nun hat er mit Brünninghausen noch viel vor: „Ich bin jetzt hier einer der Ältesten und will helfen, was aufzubauen.“

Was Brünninghauses Arif Et zu einem Ausnahmespieler in der Oberliga macht

So ist er, so war er schon immer. In Dröschede, wo er schon in jungen Jahren die Kapitänsbinde bekam, nicht nur, weil sie ihn damit an die Mannschaft binden wollten, sondern weil sein Ehrgeiz alle anstecken sollte. „Arif hat sich durch seine akribische und harte Trainingsarbeit verbessert“, sagt sein Ex-Coach Dragan Petkovic. Taktische Schwächen oder Probleme im Eins-gegen-Eins habe er durch Sonderschichten behoben, war außerdem – und ist immer noch – Stammgast im Fitnessstudio.

Auch sein heutiger Coach Alen Terzic, der Et im letzten A-Jugendjahr zu den Dröschede-Senioren holte, sagt: „Adil und Arif waren bereits damals extrem fleißig und ehrgeizig.“ Und Petkovic ergänzt: „Die Schnelligkeit ist ihm in den Schoß gelegt worden, aber die Dynamik, Athletik, Technik und taktische Disziplin hat er sich über viele Jahre hart erarbeitet.“

Arif Et: „Alen Terzic hat mich maßgeblich geprägt“

Ein Beispiel für seinen Ehrgeiz: In einem A-Jugendspiel in Dröschede verschoss Et zwei Elfmeter und sah sich Kritik auch von Mitspielern ausgesetzt: „Trotzdem schnappte sich Arif in den folgenden Spielen den Ball. Schließlich kann man nur aus Fehlern lernen“, sagt Petkovic. Wo er den Ehrgeiz her hat? „Ich weiß es gar nicht, das war bei mir schon immer so“, sagt Et, „ich nehme mir Sportler wie den Basketballer LeBron James als Beispiel. Egal, welchen Erfolg er hat, er hört niemals auf, an sich zu arbeiten.“

Hinzu kommt, dass Et einen Trainer hat, der ihn stetig fördert und fordert: „Alen Terzic hat mich maßgeblich geprägt, er war mein Mentor und hat das große Potenzial von mir und Adil gesehen.“

Nach dem Umbruch in diesem Jahr mit vielen jungen Spielern ist Et mit 25 einer der Ältesten im Kader des FCB. Für ihn ist das das kleinste Problem, „aber wir müssen uns als Mannschaft finden“. Auch deshalb ist er vorsichtig, was Ziele angeht: „Erstmal 40 Punkte, von da an sehen wir dann weiter.“ Und das mit der Torquote, das kennt er ja schon, das kommt dann von alleine.

Hier können Sie die Beilage als PDF herunterladen (Dateigröße: 104 MB).

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